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Hilfe für Thomas Jochum

Unser Freund liegt in Koh Samui auf der Intensivstation im Koma

Hier geht es weiter unter Seite 2, ab dem 12.Juli 2013
Hier geht es weiter unter Seite 3, ab dem 29.August 2013
Thomas Jochum
 
Spendenkonto Koh Samui
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
Kto. 800-2-07236-0
Swiftcode KASITHBK
Spendenkonto Deutschland
VR Bank Handels- und Gewerbebank, VR Bank Handels- und Gewerbebank
Stefan Lehmann
Bankleitzahl: 720 621 52
Kto. 3490939
IBAN: DE12 7206 2152 0003 4909 39
BIC: GENODEF1MTG
 
Thomas Jochum, auf Koh Samui als ‚Moped Thomas‘ und ‚Breitscheitel‘ seit vielen Jahren einer der bekanntesten und umtriebigsten Residenten, ist unverschuldet in Not geraten. Thomas (47) erlitt am Donnerstag einen schweren Herzinfarkt und musste im Bangkok Samui Hospital reanimiert werden. Seither liegt er auf der Intensivstation und wird künstlich beatmet und ernährt.

Ohne finanzielle Hilfe von Freunden ist seine Familie mit Lebensgefährtin Aey und Tochter Ammy sowie Sohn Martin nicht in der Lage, das Leben von Thomas zu retten. Die Kosten im extrem teuren Bangkok Samui Hospital haben sich alleine in den ersten drei Tagen seiner stationären Behandlung auf über 10.000 Euro angehäuft. Deshalb mussten wir Thomas heute auf die Intensivstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon verlegen lassen. Auch dort ist die medizinische Notfallversorgung garantiert – die exorbitanten Tarife des Bangkok Samui Hospitals haben die Familie von Thomas jedoch nach wenigen Tagen in schwere finanzielle Bedrängnis gebracht. Ein weiterer Aufenthalt wäre ruinös geworden.
Weshalb Thomas unsere Hilfe verdient hat:
Thomas Jochum hat in den letzten Jahren vielen in Not geratenen Landsleuten geholfen. Er scheute nie Kosten und Mühen, wenn Hilfe notwendig war. – Deshalb hat er es wie kein Zweiter verdient, dass wir als Solidargemeinschaft auch ihm und seiner Familie unter die Arme greifen. Ohne unsere Hilfe ist die Situation für ihn aussichtslos. Wenn all seine Freunde und Bekannten zusammenhalten und für ihn eine Spende leisten, kann mit dem Erlös sicher einiges bewegt werden. Seine Lebensgefährtin Aey und die Kinder stehen vor kaum zu bewältigenden Problemen. Binnen weniger Minuten ist ihr intaktes Familienleben auseinandergefallen.
Natürlich wissen wir, dass Thomas es versäumt hat, für sich eine adäquate Krankenversicherung abzuschließen. Die thailändische Mindestversicherung kann nicht die angefallenen Kosten abdecken. Private Krankenhäuser verweigern dann die Behandlung von Schwerst-Erkrankten. Die auf Samui lebenden Landsleute wissen aber auch, dass Thomas jahrelang fast rund um die Uhr gearbeitet hat, um seine Familie zu ernähren und den Kindern eine gute Ausbildung zu sichern. Die wenigen Rücklagen, die er bilden konnte, waren bereits nach kurzer Zeit in den Abrechnungsmühlen des Bangkok Samui Hospitals zerrieben.
Spendenkonto in Thailand und in Deutschland eröffnet
Wir haben auf Koh Samui und in Deutschland jeweils ein Spendenkonto eingerichtet. Das dort eingehende Geld wird von Wolfgang Wolle Pfeiffer, Stefan Lehmann sowie Sam Gruber in gemeinsamer Abstimmung und Kontrolle verwaltet und dann direkt für die Behandlung von Thomas Jochum bereitgestellt. Das Konto in Deutschland stellte dankenswerterweise Jörg Gundlach vom Reisebüro Weekender Travel bereit. Alle dort eingehenden Beträge werden online notiert und ebenfalls von den drei genannten Verwaltern treuhänderisch seiner Zweckbestimmung zugeführt. Alle eingegangenen Spenden werden außerdem täglich auf Facebook und auf der Online-Seite von Weekender Travel veröffentlicht (wegen des Zeitunterschiedes zwischen Thailand und Deutschland bitten wir etwaige Verzögerungen zu entschuldigen).
Die aktuelle Situation von Thomas:
Thomas ist nach seiner Wiederbelebung am Donnerstag zunächst auf der Intensivstation des Bangkok Samui Hospitals stabilisiert worden. Zur besseren Versorgung seines Herzens wurde ihm dort ein Katheder eingesetzt. Heute Nachmittag wurde er nach Nathon ins staatliche Krankenhaus auf die Intensivstation verlegt. Thomas ist ohne Bewusstsein und muss nach wie vor beatmet und künstlich ernährt werden. Beim Besuch seiner Familie zeigte er zumindest erste Reflexe. Die Ärzte sagen, dass sich sein Gesamtzustand und eine Prognose erst nach Wochen absehen lassen könnten. Bis dahin ist seine medizinische Versorgung sowie die Pflege und Fürsorge durch seine Familie und Freunde gewährleistet.
Die ersten Freunde sind bereits mit großartiger Hilfsbereitschaft eingesprungen. Einer seiner ältesten Freunde wies spontan 4.000 Euro an und damit konnte die erste Rechnung im Bangkok Samui Hospital beglichen werden. Stefan Lehmann ging gleich nach dem Unfall mit seiner Kreditkarte als Bürge in Vorkasse, Wolle Pfeiffer vom Cafe 77 legte auch sofort 60,000 Baht auf den Tisch.
Es war gestern Abend noch ein Betrag von ca. 7.000 Euro beim Bangkok Hospital offen geblieben - obwohl noch weitere Hilfen aus Deutschland in Aussicht gestellt wurden. Thomas‘ Schwester Andrea ist aus Stuttgart eingeflogen und hat als erste Sicherheit ihren Reisepass hinterlegt. Andernfalls hätte das Krankenhaus die Verlegung verweigert und die Kosten wären weiter ins Unermessliche gestiegen.
 
Stefan Lehmann koordiniert diese Aktion mit und sagte, er werde im Falle weiterer Verzögerung noch einmal 50.000 Baht bereit stellen. Iam, die Witwe von Landhaus Wirt Michael Liebminger, kam gestern noch mit 10.000 Baht Hilfe vorbei.
Stammgast Gerald aus der Schweiz, ein alter Freund von Thomas schon aus Landhaus-Tagen, machte eine sensationelle Spende von 50.000 Baht,
Sam Gruber und Adi Willemse vom ‚Berghof Resort‘ zahlten heute spontan 20.000 Baht auf das thailändische Spendenkonto ein, um der Aktion zu einem positiven Start zu verhelfen.
 
Neuester Stand 21.Mai 18.30 Uhr Thaizeit.
 
Liebe Freunde von Thomas Jochum, heute Nachmittag haben die Ärzte nach Beratung mit der Familie von Thomas entschieden, von einer Verlegung nach Suratthani Abstand zu nehmen. Der Gesamtzustand von Thomas ist sehr ernst und eine Verlegung hat nach einer neuerlichen Untersuchung keinen Sinn ergeben. Thomas bleibt weiter auf der Intensivstation des Krankenhauses in Nathon. Die Schädigung seines Gehirnes durch den Infarkt bedingten Sauerstoff-Entzug scheint doch gravierend zu sein, sagen die Ärzte in Nathon. Thomas kann nicht alleine atmen und ist auf die lebenserhaltenden Geräte angewiesen. Ob sich diese Situation zum Besseren ändern lässt, steht in den Sternen. Nach eingehender Beratung hat seine Familie entschieden, zunächst einmal einige Tage die weitere Entwicklung abzuwarten - und auch, ob eventuell doch eine Verbesserung des Zustandes eintritt. Wir danken allen, die sich hier so toll eingebracht haben und auch allen, die uns durch ihre Mails und das Posting auf Facebook ihre Solidarität bekundet haben. Sobald wir etwas Neues erfahren, sehen wir uns natürlich auch in der Pflicht, euch zu informieren. Alle bisher eingegangenen Spenden liegen auf dem Sammelkonto in Koh Samui. Morgen wollen wir ein Update machen. Wegen der Pfingstfeiertage hatten wir bis heute noch keine Gelegenheit, die Kontobewegungen des Spendenkontos in Hamburg auszuwerten. Sobald dies erfolgt ist, werden wir mit einer Zwischenstandsmeldung aufwarten. Derzeit ist durch die spontane Spendenbereitschaft vieler Freunde das Begleichen aktueller Rechnungen möglich. Thomas`Schwester Andrea möchte sich hier ausdrücklich bei Rolli und Silke aus Stuttgart bedanken, die ihren Flug nach Thailand zu ihrem Bruder finanziert haben. Das war grosse Klasse.
 
Neuester Stand 22.Mai 15.30 Uhr Thaizeit.
 
Guten Morgen an alle und ein neuer Zwischenstand bei unserer Aktion fuer Thomas Jochum auf Koh Samui. Sein Zustand hat sich seit gestern nicht veraendert. Er liegt weiter auf der Intensivstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon. Alle Beteiligten haben den Eindruck gewonnen, dass er dort nicht nur guenstiger behandelt wird als zuvor in der teuren Privatklinik Bangkok Samui Hospital. Die Aerzte und das Pflegepersonal sind ungleich kooperativer und kuemmern sich erkennbar um unseren Freund. Danke dafuer!
Wolle Pfeifer, Stefan Lehmann und ich haben gerade einen kleinen Kassensturz unserer Aktion gemacht. Inklusive von 300 Euro, die vorgestern auf dem Spendenkonto in Hamburg eingegangen sind, wurden bisher 140.860 Baht gespendet. Das sind etwa 3725 Euro. Ein Teil davon wird heute fuer die Begleichung einer ersten groesseren Rechnung in Nathon verwendet. Die Krankenhausverwaltung dort steht nicht jeden Morgen mit einer neuen haarstraeubenden Mammutrechnung vor der verstoerten Aey und Thomas' Schwester Andrea und ist daher auch fuer uns ein angenehmer Partner.
Antonio Walter Birchler vom Overlap Stone hat mich gestern aus der Schweiz beauftragt, fuer ihn 5.000 Baht Spende vorzustrecken - das habe ich natuerlich gemacht und er gibt mir das Geld dann direkt naechste Woche hier cash zurueck. Andi Pitterka ist ein Gast von mir aus dem Berghof und kennt Thomas gar nicht, dennoch schickt er 30 Euro. Jeder kleine Betrag hilft und summiert sich zur wichtigen Summe.
Leider ist von Thomas Jochums bestem Freund aus Deutschland immer noch nicht ein Euro einer versprochenen groesseren Summe zur Begleichung der hohen Rechnung im Bangkok Samui Hospital eingegangen. Wir hoffen, dass dies nur ein technisches Problem ist, denn ohne diese Hilfe sind wir momentan ganz schoen aufgeschmissen. Bitte denkt dran, dass keiner der hier Beteiligten irgendwelche Spielchen betreibt, sondern aus vollem Herzen Thomas und seiner Familie helfen moechte. In einer solchen Stunde sollten wir alle zusammenhalten und kleinere Nickeligkeiten beiseite lassen. Ich denke, das wird uns gelingen!!!!!
 
Neuester Stand 23.Mai 11.00 Uhr Thaizeit.
 
Liebe Freunde, wir sind gerade aus dem Krankenhaus in Nathon zurückgekommen und wollen euch aktuell Bericht erstatten. Der Zustand von Thomas ist weitgehend unverändert. Er hat die Augen offen - doch wir wissen nicht, ob wir ihn erreichen können. Ohne die lebenserhaltenden Maschinen wäre Thomas derzeit nicht überlebensfähig. Wir geben die Hoffnung dennoch nicht auf. Seine Frau Aey, seine Schwester Andrea und alle seine engsten Freunde sind täglich bei ihm und sprechen ihm auf der Intensivstation in Nathon Mut zu. Die nächsten Tage werden entscheidend sein, sagen auch die Ärzte, sie wollen uns nicht allzu viel Hoffnung machen, aber sie verweisen darauf, wie wichtig der persönliche Kontakt zu Thomas und die tägliche Ansprache an ihn sind.
Tolle Nachrichten gibt’s von unserer Spendenfront. Vor allem auf Samui geht hier richtig was ab. Im Cafe 77 von Wolle, das unfreiwillig zu unserem Krisen-Treffpunkt geworden ist, legte vor wenigen Minuten Steffen Bernhard 10.000 Baht bar auf den Tisch. Bereits gestern hatte Peter aus Stuttgart 5.000 Baht gespendet und Rene von der Strandbar Zickzack 200 Euro. - Im Krankenhaus Nathon kamen ‚Tier-Andi‘ und sein Kumpel Kai auf einen Besuch vorbei, und jeder drückte uns weitere 10.000 Baht in die Hand. Das sind immerhin 260 Euro pro Person - kein Pappenstil und wahnsinnig hilfreich. Vielen Dank im Namen aller hier Beteiligten.
Wenn wir die aktuellen Kontostände derzeit nicht brandaktuell vermelden können, liegt das an kleineren thailändischen Kalamitäten. Gestern hatte ganz Südthailand Stromausfall und auch heute war es nicht möglich, das Konto bei der Kasikornbank up-zu-daten. Wir werden das morgen früh nachholen. Unsere finanzielle Verwaltung klappt aber dennoch akribisch, keine Bange.
Hier noch ein aktuelles Foto von Thomas von der Intensivstation in Nathon. Alle kümmern sich rührend um ihn und wir sind sehr erleichtert, dass nun die Kostenfalle des Bangkok Samui Hospitals der Vergangenheit angehört. Wenn noch das erwartete Geld aus Deutschland eintrifft, dann sollten wir dort auch den als Sicherheit hinterlegten Reisepass von Thomas Schwester Andrea wieder auslösen können. Wir sind zuversichtlich, dass alle den Ernst der Lage erkannt haben.
 
 
Neuester Stand 25.Mai 09.30 Uhr Thaizeit.
 
Neuer Zwischenstand zur Spendenaktion für Thomas Jochum auf Samui:
Erst einmal danke an alle, die sich bisher so ins Zeug gelegt haben. Thomas geht’s leider immer noch nicht besser und die Ärzte haben uns in den letzten Tagen nicht viel Hoffnung machen können. Wir arbeiten nun fieberhaft daran, mit einem anerkannten Neurologen in Kontakt zu kommen, der uns eine objektive Einschätzung seiner Chancen gibt und eine entsprechende Untersuchung durchführen kann. Das halten wir auch im Sinne seiner Familie für unerlässlich. Auf Koh Samui gibt es nicht die dafür notwendige medizinische Ausstattung. Unser Versuch, Thomas für eine Untersuchung seiner Hirntätigkeit nach Suratthani verlegen zu lassen, musste am Dienstag leider wie bereits berichtet ausgesetzt werden.
Hier nun unser finanzieller Rechenschaftsbericht, soweit durch die Zeitverschiebung des Kontostandes in Hamburg-Harburg (Thailand plus fünf Stunden) aktuell lieferbar.
1. Kontoeingang in Koh Samui bis 24.05.2013 - 169.153 Baht.
2. Kontoeingang in Hamburg (Joerg Gundlach) - 2.355 Euro = 89.000 Baht.
(Heute sollen dort weitere Gelder eingehen, diese sehen wir allerdings erst verzögert im Ausdruck des Kontoauszuges.)
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Thomas Jochum - Spendenaktion Teil II:
Der positive Kontostand in Samui kam heute auch durch den Einsatz von Elvis Richy Newton zustande. Dank seiner Intervention spendete Lizzy aus Hua Hin 55.000 Baht - Richy verspricht im Gegenzug mehrere Charity-Auftritte und will damit diese hohe Spende auch absichern helfen. Vielen Dank an Richy nach Hua Hin!
Bei Joerg Gundlach von Weekender Reisen in Lamai kam heute Michael Wegener vom Cafe Bamisi vorbei und legte 10.000 Baht bar auf den Tisch - super, Micha! Und Ulaiwan und Thomas aus Berlin packten noch 1000 Baht mit drauf, ebenfalls danke.
Diese 11.000 Baht werden wir morgen frisch auf das Spendenkonto in Samui einzahlen.
Bevor wir nun detailliert die Spender des Kontos in Hamburg Harburg auflisten, eine kleine Anmerkung: Die 500 Euro-Spende aus Österreich zu Beginn stammen von der Schwester unseres verstorbenen Landhaus-Michael aus Kärnten. Michael war ein dicker Freund von Thomas Jochum und wurde von ihm bis zu seinem Krebstod im Juni 2011 mit betreut - nun kommt ein wunderbares Dankeschön zurück.
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Ganz wichtiger Nachtrag für all unsere Spender, damit ihr die Verteilung der Gelder auch nachvollziehen könnt.
Im Bangkok Samui Hospital fielen in knapp vier Tagen 'Behandlung' von Thomas nach seiner Ersteinlieferung 510.314 Baht Kosten an, ein Wahnsinn!!! Thomas Jochums bester Freund hat nun 140.000 Baht angewiesen (3700 Euro). Den Löwenanteil des Rechnungsbetrages mussten Stefan Lehmann (150.000 Baht) und Wolle vom Cafe 77 (65.000 Baht) vorstrecken. Insgesamt blieb nach Abzug erster Spenden im Bangkok Samui Hospital ein Restbetrag von 59,315 Baht offen. Dafür musste der Reisepass von Thomas' Schwester Andrea als Sicherheit hinterlegt werden. - Diese Summe werden wir morgen aus unserem Spendentopf begleichen und den Pass für Andrea zurückfordern. Sie ist durch die Situation ihres Bruders in Thailand in eine schlimme Lage geraten und wir versuchen ihr so gut wie möglich beizustehen.
Als Beleg werden wir euch nun noch die Rechnung des Bangkok Samui Hospitals und die Vergleichsrechnung des Krankenhauses in Nathon einscannen und auf Facebook veroeffentlichen. Dann könnt ihr die ungeheure finanzielle Diskrepanz zwischen den beiden Krankenhäusern selbst sehen. Hätten wir Thomas nicht bereits am Montag ins staatliche Hospital nach Nathon verlegen lassen, wären heute weitere 600.000 Baht an Rechnungen aufgelaufen. Nun stehen wir bei ca. 50.000 Baht Behandlungskosten für vier Tage...
 
Neuester Stand 25.Mai 16.30 Uhr Thaizeit.
 
Hallo aus Samui, eine aktuelle Mitteilung über den Zustand von Thomas, Stand 25.05.2013 – 16 Uhr nachmittags, Thai-Zeit. – Wir kommen gerade aus dem staatlichen Krankenhaus in Nathon. Thomas schläft im tiefen Koma. Sein Blutdruck hat sich normalisiert und liegt nun nur noch bei 114/98 (zuvor 145/119). Er wirkt ruhiger. Die künstliche Beatmung und Ernährung hält ihn momentan am Leben. Der Termin mit dem leitenden Oberarzt im staatlichen Hospital heute um 13 Uhr musste wegen eines Notfalles verschoben werden. Das ist in Thailand nichts Unübliches – wir drängen aber mehr und mehr auf eine richtungsweisende Auskunft. Ohne jegliche Genesungs-Chance wollen wir Thomas nicht bis zum St. Nimmerleinstag an der Maschine hängen lassen. Da eine Verlegung nach Bangkok oder Suratthani für eine dringend notwendige ‚EEG‘-Untersuchung nicht realisierbar ist (EEG = Elektroenzephalografie, eine Technik zur Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns), streben wir nun eine Alternativlösung an. Für etwa 30.000 Baht (800 Euro) soll ein Belegarzt des Bangkok Samui Hospitals aus Bangkok einfliegen und dann in Nathon bei Thomas auf der Intensivstation diese EEG-Aufzeichnung durchführen. Auf die schriftliche Auswertung werden wir danach etwa 48 Stunden warten müssen. Sobald ein Neurologe verfügbar ist, kommt Thomas an die Reihe. Diese Zusicherung erhielt ich gerade aus Bangkok. Derweil bleibt Thomas‘ Lebensgefährtin Aey, Schwester Andrea und all seinen Freunden hier nichts anderes übrig als zu warten. Wir können nun wenigstens aus finanzieller Sicht ein wenig aufatmen, denn die Krankenhauskosten für Nathon sowie die weiteren Untersuchungen sind dank eurer Hilfe finanzierbar. Ich bin sprachlos über so viel Hilfsbereitschaft. Eine alleinerziehende Mutter, die sich selbst jede Ausgabe vom Mund absparen muss, hat 20 Euro zusammengekratzt und diese aufs Spendenkonto im Hamburg überwiesen. Das wiegt genauso schwer wie manch sensationelle Gross-Zuwendung! In einer gesonderten Mail werden wir noch heute die aktuelle Zahlungssituation auf den beiden Spendenkonten für euch veröffentlichen. Leider kann ich die beiden versprochenen Krankenhausrechnungen technisch noch nicht für euch lesbar machen. Daran arbeite ich jedoch. Die nächste Mail folgt in Kürze. Vielen Dank vom Thomas Jochum-Hilfsteam aus Koh Samui.
 
Rechnungen - 25.Mai 16.30 Uhr Thaizeit.
Rechnung Bangkok Hospital Seite 1
Rechnung Bangkok Hospital Seite 2
Rechnung Nathon Hospital
 
Konto in Deutschland - 21.Mai - 14.Juni 2013.
Konto DE Seite 1
Konto DE Seite 2
Neuester Stand 25.Mai 18.00 Uhr Thaizeit.
 
Liebe Freunde von Thomas. Soeben habe ich die Bestaetigung fuer die neurologische Untersuchung von Thomas im Krankenhaus Nathon erhalten. Am Dienstag um 10 Uhr kommt der Neurologe aus Bangkok ins staatliche Krankenhaus und wird die EEG-Gehirnstrommessung an Thomas durchfuehren. Wenn alles wie geplant funktioniert, sollten wir dann binnen 48 Stunden mehr Klarheit ueber seinen Zustand erhalten. - Bereits am Montag werden Wolle, Stefan und ich die 30.000 Baht fuer diese Untersuchung bezahlen. Diese Summe heben wir neuerlich vom Spendenkonto in Koh Samui ab. Stand heute: 95.866 Baht Guthaben. Und das, obwohl wir heute 59.600 Baht Restzahlung im Bangkok Samui Hospital geleistet haben - auch dies vom Spendenkonto in Koh Samui. Andrea, die Schwester von Thomas, hat ihren als Sicherheit hinterlegten Reisepass wieder. Die meisten Spender auf Koh Samui konnten wir namentlich nennen und uns so bedanken. Einige Wenige haben direkt von ihrem Konto in Thailand ueberwiesen. Dadurch wird auf dem Eingangsbeleg leider der Einzahler nicht sichtbar. Wir bitten um Verstaendnis, dass wir dann natuerlich nicht persoenlich Dankeschoen sagen koennen. Hier noch der neue Kontostand in Hamburg: Guthaben 3.665 Euro.
Spendenaktion fuer Thomas Jochum:
Eine Anmerkung: Die Summe von 510.314 Baht (= 13.600 Euro) ist in den vier ersten Behandlungstagen nach dem Unfall und Herzinfarkt aufgelaufen. Groesste Posten sind stets Medication for Inpatient (soll heissen Medizin und medizinische Behandlung fuer den Stationaer-Patienten) mit einmal 220.531 Baht und beim zweiten Mal 80.540 Baht. Das ist fuer dieses teure Privatkrankenhaus nicht untypisch - fuer uns war's dennoch der Hammer. - In Nathon liefen wie berichtet pro Tag etwa 315 Euro Kosten auf, im Vergleich also nicht einmal 10 Prozent der Forderung des Bangkok Samui Hospitals... Kleiner Zusatz zu diesen drei Bildern: Die ersten beiden sind die vom Bangkok Samui Hospital, die letzte (gruene) auf Thai gefertigte Rechnung vom staatlichen Hospital in Nathon.
 
Neuester Stand 26.Mai 21.00 Uhr Thaizeit.
Einen schönen Sonntag wünschen wir allen aus Koh Samui. Hier das letzte Update dieses Wochenendes über den Zustand sowie Spendeingänge für Thomas Jochum. Zunächst das Erfreuliche: Gestern sind wieder sage und schreibe 38.000 Baht gespendet worden. Guennie aus Augsburg, ein alter Freund von Thomas, hat über Stefan Lehmann 10.000 Baht vorbeibringen lassen. Die Brüder Harri und Charly(Getränke-Charly) – langjährige Wegbegleiter von Thomas – haben jeder 10.000 Baht in den Ring geworfen, allen vielen Dank. Und dann kamen nochmals jeweils 4.000 Baht cash von Andi sowie Udo und Tan herein. – 30.000 Baht werde ich morgen früh nach Bangkok überweisen, damit am Dienstag früh um 10 Uhr der Neurologe mit der EEG-Untersuchung von Thomas Gehirn beginnen kann. Diese Spezialuntersuchung wird richtungsweisend sein. Sollte durch den Infarkt bedingten Herzstillstand und damit verbundenem Sauerstoffentzug das Gehirn von Thomas zu stark in Mitleidenschaft gezogen sein, werden wir uns ernste Gedanken machen müssen. Wir wollen diesem Ergebnis aber nicht vorgreifen – halten aber an unserer ‚Politik‘ des offenen Visiers bei der Information unserer Spender fest. Wir wollen, dass alle reinen Wein eingeschenkt bekommen und auch nachvollziehen können, in welcher Situation Thomas und wir vom Hilfsteam stecken. Andrea und ich waren gerade eine knappe Stunde bei Thomas in Hospital in Nathon. Andrea hat lange auf ihren Bruder eingeredet und ihm Mut gemacht. Es war für mich sehr bewegend zu sehen, wie seine Schwester ihn auch von seiner in Deutschland verbliebenen Familie gegrüßt hat. Sein Bruder hat ihn sogar telefonisch einige Minuten direkt angesprochen. Thomas liegt weiter im tiefen Koma. Diese Solidarität und die Großzügigkeit aller hier Beteiligten hat uns in dieser einen Woche zusammengeschweißt, ganz gleich, wie diese Geschichte auch enden wird. Alle Hospitalrechnungen sind bezahlt bzw. durch unsere Spenden abgedeckt. – Das Deutsche Spendenkonto, von Joerg Gundlach bereitgestellt, dient als Sicherheit für weiter zu erwartende Ausgaben. Die dort liegenden 3.665 Euro wurden noch nicht angefasst. Joerg muss morgen für drei Tage beruflich nach Hongkong – er wird uns aber anschließend eine genaue Aufstellung weiterer Eingänge liefern, die ich umgehend veröffentlichen werde. Wir danken allen für diese solidarische Woche und halten euch mit den zu erwartenden Ergebnissen tagesaktuell auf dem laufenden.
 
Neuester Stand 28.Mai 08.00 Uhr Thaizeit.

Spaete Meldung mit Aktualisierung im Fall Thomas Jochum auf Koh Samui:


Liebe Freunde, leider kam ich erst gestern Nacht dazu, euch den neuesten Stand unserer Spendenaktion sowie den Zustand von Thomas im Krankenhaus in Nathon zu posten. Gestern habe ich 28.000 Baht fuer die neurologische Untersuchung am Dienstag in Nathon bezahlt - auf mein Bitten gab das Krankenhaus Bangkok Samui noch einmal 2.000 Baht nach. Dieses Geld koennen wir dem engagierten Pflegepersonal auf der Intensivstation Nathon als kleines Dankeschoen zukommen lassen. Dort liegt Thomas ja seit genau einer Woche und wird gut betreut.
- Die Messung seiner Hirnstroeme per EEG wird heute vormittag ueber die Buehne gehen. Das Ergebnis soll dann etwa 24 Stunden spaeter schriftlich vorliegen. Dann sehen wir weiter. -
Gestern gingen auf unserem Samui-Spendenkonto einige dicke Betraege ein. 57.286 Baht kamen auf einen Schlag und der Sender war Mario aus Vorarlberg - ein langjaehriger dicker Kumpel von unserem Thomas. Er hatte die Ueberweisung bereits vor einigen Tagen telefonisch angekuendigt und hat Wort gehalten. Sensationell, Mario!!! - Marco Schmid aus der Schweiz, selbst viele Jahre als Reiseleiter auf Samui taetig und ein Kenner der Szenerie, hat 11.273 Baht ueberwiesen, das sind 300 Euro. Auch dafuer besten Dank, Marco, das Geld koennen wir sicher noch gut gebrauchen. Ein weiterer Zahlungseingang von 9.007 Baht kann von uns nicht zugeordnet werden, vielleicht kann sich der Spender ja bei uns melden.

Stellt euch vor, gestern haben wir die Rechnung fuer sechs Tage Behandlung auf der Intensivstation Nathon berappt: 36.060 Baht, das heisst 6.010 Baht pro Tag. Weshalb nun bei fast identischer Behandlung im Bangkok Samui Hospital ein Tag 123.000 Baht gekostet hat, diese Frage stellen sich mit wachsendem Zorn alle Freunde von Thomas - und auch ich. Das passt nicht.
Ich werde heute selbst im Krankenhaus sein und mit dem Neurologen sprechen. Sobald wir ein offizielles Ergebnis der EEG-Hirnuntersuchung haben, werden wir euch alle informieren. Das behalten wir so bei, Offenheit in allen Fragen. Es werden dann moeglicherweise Optionen auf uns zukommen, an die wir heute noch nicht denken wollen. Im Vordergrund steht aber bei dieser gesamten Aktion eines:
1. Thomas und seiner Familie zu helfen und keine Hypotheken fuer die junge Familie zu hinterlassen,
2. Im Falle des Falles kein unnoetiges Leid zu verlaengern. Ein Vegetieren an einer Beatmungsmaschine sehen wir nicht als Perspektive. Thomas' Schwester Andrea hat hier einen klaren Auftrag der Familie. Entweder hat Thomas eine Chance auf ein halbwegs normales Leben oder er soll in Frieden gehen. - Danke fuer eure Aufmerksamkeit - ich bin deshalb so offen, weil wir alle hier seit 11 Tagen zwischen Hoffen und Bangen schwanken - auf keinen Fall aber wollen wir, dass Thomas unnoetig leiden muss.
Bis heute Nachmittag, euer Thomas Jochum-Hilfsteam mit Sam.
 
Neueste Mitteilung zu Thomas Jochum, Koh Samui, 28.05.2013, 17.30 Uhr

Liebe Freunde, die neurologische Untersuchung von Thomas hat heute Mittag auf der Intensivstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon stattgefunden. Die EEG-Gehirnstrommessung hat das ergeben, was wir bereits seit Tagen befuerchtet hatten:
Thomas wird laut Auskunft der Neurologin sowie des leitenden Arztes der Intensivstation nicht mehr aus seinem Koma erwachen. Er ist nach seinem Herzinfarkt am 16.5.2013 um 15.25 Uhr zu lange von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten geblieben und sein Gehirn hat sich nicht mehr regenerieren koennen. - Wir haben die niederschmetternde Diagnose heute alle mit Fassung getragen. Thomas empfindet - so versichern die Aerzte - keine Schmerzen und schlummert sanft in die Ewigkeit hinueber. Wie lange dieser Zustand noch andauern kann, ist nicht abzusehen. Die Beatmungsmaschine einfach abschalten und die medizinische Versorgung einzustellen ist in Thailand jedoch strengstens verboten. Das haben uns die Aerzte nachhaltig bestaetigt. - Es gab dennoch etwas, was man fuer Thomas tun konnte. Mit einem Luftroehrenschnitt wurde dafuer gesorgt, dass Thomas ohne die Beamtmungsmaschine auskommen kann, sein Herz schlaegt immerhin von alleine. Die Neurologin stellte bei der EEG-Untersuchung fest, dass der Zustand seines Gehirns sich in der letzten Lebensphase befindet - einer Art epileptischen Reaktion. Es koenne, so erklaerte uns der Arzt vor wenigen Stunden, nur eine Frage der Zeit sein, bis er endgueltig einschlafe... Laut Plan soll Thomas zu dieser Stunde von der Intensivstation auf ein Einzelzimmer des Krankenhauses in Nathon verlegt werden. Dort wird er weiter medizinisch versorgt und kann von seinen Angehoerigen und Freunden jederzeit besucht werden. Viele sind gekommen und haben ihr Mitgefuehl und ihre Trauer ausgedrueckt. Einige enge Freunde und natuerlich Andrea und seine Lebensgefaehrtin Aey kamen zweimal taeglich zu Thomas.
Wie bisher praktiziert, fuege ich den aktuellen Stand unseres Spendenkontos in Koh Samui hinzu. 166.908 Baht befinden sich noch auf diesem Konto, gestern kamen nochmal 400 Euro (14.536 Baht) hinzu, der Sender war fuer uns leider nicht ersichtlich. Das mindert nicht unsere Dankbarkeit. Joachim Haefner aus Suratthani hatte am 22.5. 10.000 Baht aus Suratthani ueberwiesen - diese Spende konnten wir nun nachtraeglich zuordnen - vielen, vielen Dank.
Das Deutsche Spendenkonto wird ab Mittwoch Abend nach der Rueckkehr von Joerg Gundlach aus Hongkong wieder gepostet. Es dient als Absicherung weiterer zu erwartender Kosten. Jeder Tag, den Thomas noch in diesem Zustand verbringt, kostet weiterhin Geld - wenn auch mittlerweile ueberschaubar. Und im Falle des Falles steht eine Beisetzung im Tempel in Lamai an. Auch diese werden wir so arrangieren koennen, mit allen buddhistischen Zeremonien und acht Moenchen, dass die Familie von Thomas nicht auf einem Schuldenberg sitzen bleiben wird.
Wir danken hier abermals allen an dieser Aktion beteiligten Personen. Ihr koennt euch nicht vorstellen, was diese Solidaritaet fuer ein Echo gefunden hat und wie gluecklich wir sind, dass wenigstens die finanzielle Seite dieser traurigen Geschichte nun einen gesunden Rahmen gefunden hat. Ueber weitere Ereignisse und Zahlungseingaenge werden wir euch informieren.

Thomas Jochum
 
Thomas Jochum
 
Aktualisierung Spendenaktion Thomas Jochum, Mittwoch den 29.5.2013, 14.45 Uhr



Einen schönen Nachmittag an alle Freunde in Thailand, einen guten Morgen nach Europa! Eine kurze Zwischenstandsmeldung aus Koh Samui über den Zustand von Thomas. Der gestern geplante Luftröhrenschnitt sowie die Verlegung in ein Privatzimmer sind ja wie in unserem letzten Memorandum berichtet ausgesetzt worden. Neuer Plan: Luftröhrenschnitt heute und dann weitere ein bis zwei Tage auf der Intensivstation zur Beobachtung. Obwohl Thomas laut Aussage der Neurologin und des behandelnden Oberarztes keine Chance hat, gesund zu uns zurückzukehren, soll doch bis zuletzt das Möglichste fuer ihn getan werden.

Für alle, die gestern unsere Mail nicht gelesen haben: Das Gehirn von Thomas ist durch den Sauerstoffentzug nach dem Infarkt sowie die nachfolgende komatöse Phase schwer geschädigt worden und es sind durch eine erfolgte EEG-Gehirnstrommessung nur noch sehr geringe Reaktionen messbar gewesen. Im Klartext heißt das laut den Ärzten, dass Thomas früher oder später von alleine endgültig einschlafen wird und die Zeit des Abschied Nehmens angebrochen ist.

Ungeachtet dieser niederschmetternden Enddiagnose haben wir hier auf Koh Samui – auch durch eure Hilfe – unsere Fassung gewahrt, weil wir schon seit Tagen mit dem Schlimmsten gerechnet hatten. Wenigstens wissen wir nun von der Neurologin, dass Thomas nicht leidet und seinem Abschied aus diesem irdischen Leben entgegen schlummert. Der Hilfsbereitschaft hat all dies keinen Abbruch getan. Freunde, Bekannte, aber auch wildfremde Menschen haben gespendet und spenden weiter – mir fällt dazu nur ein Wort ein: Sagenhaft!!!

Letzte Eingänge auf unserem Thaikonto: Moni und Roland aus Gaggenau legten gestern zu fortgeschrittener Stunde in Wolfi‘s Grappa Bar 2.000 Baht auf den Tisch. Klaus Wahl aus Oberösterreich, Wirt des Paschinger Hofes und guter Freund von Thomas Jochum, ließ über unseren Stefan 200 Euro auszahlen. Eine weitere Spende kam von Mixparple aus Italien (ein alter Schweizer Freund und langjähriger Samui-Fahrer), nämlich 300 Euro. Diese Spende hatten wir letzte Woche ebenfalls noch nicht zuordnen können, weil die Namen bei der Überweisung nicht angegeben werden. Danke euch allen.

Aktueller Stand nun auf dem Samui Spendenkonto (nach bereits erfolgter Bezahlung aller Krankenhausrechnungen bis 28.5.2013): Plus 179.508 Baht.

Heute Abend kommt Joerg Gundlach vom Weekender Reisebüro aus Hongkong zurück. Auf dem von ihm bereitgestellten Konto in Hamburg-Harburg sind seit Montag weitere Gelder eingegangen – wir werden morgen den aktuellen Stand nach Bekanntgabe durch Joerg Gundlach hier vermelden. Sorry für die dreitägige Funkpause bei diesem Konto, aber Joerg konnte diese Dienstreise nach Hongkong nicht verschieben. Das Geld – am Wochenende waren es fast 4.000 Euro – liegt dort aber bombensicher und wird später sicher noch dringend benötigt.

Ich werde heute Abend noch einmal selbst bei Thomas reinschauen und dann ein letztes Update für den Tag schicken. Derzeit bleibt uns nur eines – abwarten, Geduld bewahren, ihm die letzten Tage so nahe wie möglich zu bleiben – und dann seinen Angehörigen beizustehen. Ihr könnt versichert sein, dass wir hier alle Varianten schon durchgespielt haben und den endgültigen Abschied von Thomas in dem ihm zustehenden würdigen Rahmen organisieren werden! Danke an alle, euer Thomas Jochum Hilfsteam aus Koh Samui.



Auf vielfachen Wunsch habe ich heute die Geschichte von Thomas sowie die Spendenaktion auch ins Englische uebersetzt.


Donation campaign for Thomas Jochum, Koh Samui.

Our friend stays at the ICU in Nathon Hospital.


Dear expatriates on Koh Samui and all friends of Thomas Jochum, also referred to as Motorbike-Thomas. Since we have had many requests to report about the fate of Thomas and a donation campaign currently being conducted, we add an English version onFacebook today.

Thomas Jochum (47) suffered a severe heart-attack 13 days ago and was hospitalized on 16th of May at 3.35 p.m. The doctors at Bangkok Samui Hospital successfully reanimated him after estimated 30 minutes. Since then Thomas has been in a coma and not regained consciousness.

Thomas was taken to intensive care (ICU) at Bangkok Samui Hospital and henceforward the bills were being presented day by day – a total of incredible 510.000 Baht within four days! Inevitably we had to transfer Thomas to the Government-Hospital in Nathon where he has been treated ever since. We can handle the bills now (about 60.000 Baht in five days), but there is still no end of this sad story foreseeable.

Nine days ago we have started a donation campaign for Thomas, and hundreds of friends all over Thailand and Europa have been participating. We successfully collected enough money to pay off the super-expensive Bangkok Samui Hospital. However, we are still raising money for Thomas and his wife Aey and his two children, the siblings Martin and Ammy. We do not want them to run into insolvable money-trouble over and above the misery they are already facing at the moment.

A neurologist conducted a EEG-analysis of Thomas’s brain yesterday and came to the fatal conclusion that Thomas’s life cannot be saved, now. It will be a matter of days or weeks till he will find his final peace – with all the bills yet to come …

If any of you feel like helping and donating for Thomas Jochum and his family your participation will highly be appreciated. We publish two bank accounts below this mail – which can be used for money transfer at any time. Donaters names will be published every day on Facebook.

Thanks for your time, sympathy and for your help!



Donation account Koh Samui:

KASIKORNBANK, Tesco Lotus branch,

Lamai, Koh Samui.

Wolfgang Anton Pfeiffer

Account Number: 800-2-07236-0

Swiftcode: KASITHBK
 
Neueste Mitteilung zu Thomas Jochum, Koh Samui, 30.05.2013, 17.30 Uhr

Spendenaktion Thomas Jochum, Kontostand Spendenkonto Deutschland:
Nun kommt doch noch in aller Eile der aktuelle Kontostand unseres Spendenkontos (Joerg Gundlach, Hamburg-Harburg) für Thomas. Joerg Gundlach von Weekender Travel, der dieses Konto eigens für uns zur Verfügung gestellt hat, hat eben die neuen Zahlen durch geschickt. Es sind insgesamt seit Montag noch einmal 1,390 Euro eingegangen, davon gehen allerdings zweckbedingt 250 Euro an die Schwester von Thomas (Andrea) für die erforderlich gewordene Umbuchung ihres Heimfluges nach Deutschland. Freunde aus Stuttgart haben ihr dieses Geld dorthin überwiesen. Andrea muss hier wie wir täglich warten, wie es mit ihrem Bruder weitergeht. Anbei die Spendenliste wie von Joerg gerade gemailt - vielen Dank an alle! Auf diesem Konto stehen nun 4.805 Euro - das sind nach heutigem Umtauschkurs ca. 182.600 Baht.

Update Spendenaktion und Befinden von Thomas Jochum, Koh Samui 30.05.2013, 17.30 Uhr:
Hallo, liebe Freunde von Thomas - heute gibts nicht allzuviel Neuigkeiten ueber Thomas' Befinden. Er liegt in unveraendertem Zustand auf der Intensivstation in Nathon. Seine Partnerin Aey besucht ihn zweimal pro Tag und auch die Besucherschar seiner Freunde reisst nicht ab. Wolle, Stefan und Thomas' Schwester Andrea waren heute Mittag in Nathon und konnten ueber keine nennenswerten Aenderungen berichten. Ich habe soeben mit Joerg Gundlach von Weekender Reisen/Travel telefoniert. Er kommt gerade aus Hongkong zurueck und will mir noch heute Abend (Thai-Zeit) den aktuellen Kontostand unseres Spendenkontos in Hamburg schicken. Hier sind wir ja mittlerweile seit fast vier Tagen im Meldungs-Verzug. Das Update kommt demnaechst noch rueber. Dieses Konto wurde von uns noch nicht angetastet. In Nathon haben wir heute neuerlich eine groessere Rechnung bezahlt: 35.793 Baht. Damit ist bis heute alles bezahlt und die Uhr tickt nun wieder von Neuem. Auf unserem Spendenkonto in Samui befinden sich mit Stand heute 17 Uhr genau noch 150.852 Baht. Seit gestern gingen keine weiteren Spenden ein. Das gibt allerdings keinen Anlass zu Kritik, was seine Freunde seit 10 Tagen auf die Beine gestellt und an Geldern ausgeschuettet haben, bleibt ueberragend und ist kaum zu toppen. Ich fahre heute spaet abends noch nach Nathon zu Thomas. Sollte es dann noch etwas Neues ueber seinen Zustand geben, halte ich euch selbstverstaendlich aktuell auf dem laufenden. Abschliessend noch die enorme Summe, die bisher aus Zuwendungen von Freunden und durch unsere Spenden fuer die beiden Krankenhaeuser aufgebracht werden konnte: Bangkok Samui Hospital (16.-20.5.) 510.315 Baht, EEG-Untersuchung 28.000 Baht / Staatliches Hospital in Nathon (20. - 30.5.) 96.832 Baht. - Gesamt wurden demnach bis heute insgesamt 635.147 Baht an Rechnungen bezahlt = 16.950 Euro.
 
Neueste Mitteilung zu Thomas Jochum, Koh Samui, 31.05.2013, 19.00 Uhr

Kurze Meldung zum heutigen Stand von unserem Freund Thomas. Bisher haben die Ärzte sich entschieden, ihn weiter auf der Intensivstation zu belassen. Morgen Mittag werden wir mit dem behandelnden Arzt ein Gespräch über das weitere Vorgehen führen, deshalb wollen wir heute gar nicht allzu viel darüber verlautbaren. Auf dem Spendenkonto in Samui ging heute nochmal ein Betrag von 4.890 Baht ein. Der Sender war leider nicht ersichtlich, aber das Geld ist verbucht. Ausserdem hat Ralle aus Mannheim gleich nach seiner Landung auf Samui und bei Urlaubsantritt spontan 50 Euro draufgepackt. So steigt trotz der täglichen Rechnungen im Nathon Hospital jeden Tag wieder der Kontostand mit kleinen Schritten. Das Krankenhaus will nun täglich die Rechnungen beglichen haben. Da es sich jeweils um Beträge zwischen 6.000 und 10.000 Baht handelt, sind wir dank eurer Spenden stets handlungsfähig. Das entspannt die Situation für uns alle ungemein. - Ein kleines Wort noch zu manchen kritischen Stimmen: Unsere Spendenaktion ist absolut freiwillig, keiner sollte sich genötigt fühlen, hier mitzumachen. Auch Kritik an Thomas oder seiner Schwester Andrea kommt manchmal durch. Ich finde, das ist legitim, gehört aber nicht zum Sinn unserer Aktion. Es ist der falsche Zeitpunkt, alte Dinge oder Rechnungen auf den Tisch zu bringen. Bitte seid so nett und respektiert das. Im Leben gibts keine 100prozentigen Übereinstimmungen mehr - die letzte war glaube ich die Wahl von Erich Honecker zum Staatsratsvorsitzenden... Seien wir froh, dass wir alle freiwillig entscheiden dürfen und auch unsere Meinung äussern. Solange das nicht verletzend ist, wird Kritik von uns gerne akzeptiert. Danke.

 
Neueste Mitteilung zu Thomas Jochum, Koh Samui, 1.06.2013, 15.30 Uhr

Liebe Freunde, wir kommen gerade von der Intensivstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon. Der Zustand von Thomas ist unveraendert, wie zu erwarten, allerdings sah er heute richtig gut aus und das Wasser in seinen Fuessen und Haenden ist fast zurueckgegangen. Auch sein Pulsschlag ist mit 104/97 ruhig und er macht einen sehr friedlichen Eindruck, als wenn er nur schlafen wuerde. Leider haben wir heute wieder eine dicke Rechnung vom Krankenhaus bekommen: 30.917 Baht fuer zwei Tage, das ist proportional deutlich mehr als die Tage zuvor. Vor allem die Medikamente schlagen teuer zu Buche und wir muessen nun spaetestens am Montag mal Druck bei den Aerzten machen, inwieweit das noch Sinn macht. Nach der EEG-Gehirnuntersuchung wurde uns ja klar gesagt, Thomas habe keine Chance halbwegs orientiert ins Leben zurueckzukommen. Wir wollen uebers Wochenende einige Gespraeche fuehren und uns auch untereinander beratschlagen. Mehrere Monate wollen wir Thomas ungerne in einer solchen Situation liegen lassen. Das haette er selbst nicht gewollt - und auch aus finanzieller Sicht waere das auf Dauer nicht zu stemmen. - Kurz noch einige Spendeneingaenge. Zu den 2.000 Baht von Ralf aus Mannheim sind gestern Abend noch einmal 5.000 Baht von Enzo Grappa dazugekommen - besten Dank, an Enzo von Samui WebTV. Und bei Joerg Gundlach im Reisebuero in Lamai haben die Kunden Martina und Dieter 3.000 Baht in bar hinterlegt. Sie kennen Thomas nicht, finden unsere Solidaraktion aber so toll, dass sie kurzentschlossen die Brieftasche gezueckt haben! - Von Joerg erhalte ich spaeter noch das Update unseres Deutschen Spendenkontos. Das Samui-Konto werde ich am Montag morgen nach Begleichung aller neuen Rechnungen checken und dann den aktuellen Stand wieder hier veroeffentlichen. Euch ein schoenes Wochenende und hoffentlich weniger Regen - wir in Thailand schmelzen in der Hitze weg und hoffen auf Wasser und ihr habt zu viel davon... Das kann ja alles nur besser werden. In dem Sinne 'Servus' und bis zum naechsten Mal, Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 2.6.2013, 17.30 Uhr:

Einen schoenen Sonntag aus dem sonnigen Koh Samui wuenscht das Thomas Jochum-Hilfsteam. Wolle hat Thomas heute vormittag im Krankenhaus besucht und dort neuerlich ergebnislos nach einem Gespraech mit dem behandelnden Arzt nachgesucht. Sonntag in Thailand! Immerhin hat er nun einen definitiven Gespraechstermin fuer morgen, Montag, den 3. Juni, um 9 Uhr in Nathon erhalten. Er und ich werden dann beide vor Ort sein und versuchen, die Lage von Thomas konkret zu besprechen. - Heute sah Thomas trotz seiner komatoesen Lage wieder so friedlich aus. Das Beatmungsgeraet wurde abgeschaltet und Thomas atmet nun aus eigener Kraft. Immerhin - wenngleich wir als Laien natuerlich nicht einschaetzen koennen, ob das auf Dauer gut oder weniger positiv ist. Es klingt immerhin weniger 'maschinell'... Kurzer Zwischenstand auf unseren beiden Konten: In Deutschland stehen mit Stand Samstag, 1.6.2013, 5.505 Euro als Spendenguthaben. Das sind nach dem gestrigen Umtauschkurs in Thaibaht knapp 210.000 Baht. Ronn Ahrendt aus Horneburg hat am 31.5. noch einmal 50 Euro geschickt - vielen Dank! Unser Samui-Konto dient seit der Verlegung von Thomas nach Nathon als aktives Konto zur Begleichung aller Krankenhauskosten. Dort geht es auf und ab und wir werden morgen in der Bank ein aktuelles Update ausdrucken lassen. Stand gestern nach Begleichung der grossen Nathon-Rechnung: 137.805 Baht. Darin enthalten ist eine bar bei Joerg Gundlach vorbeigebrachte Spende in Hoehe von 3.000 Baht - unser Dank geht an Daniel Grimm! - Nachreichen muessen wir noch eine Spende von 10.000 Baht, die Patrick von Easy Watersport bereits am 29.5. per Ueberweisung auf unser Samui-Spendenkonto getaetigt hatte. Wie gesagt sehen wir viele Namen nicht auf den Ueberweisungen und danken Patrick, dass er sich gemeldet hat. - Auch wenn derzeit relativ wenig weitere Spenden eingehen, jede davon hilft uns beim Bezahlen aktueller Rechnungen und laesst uns nicht ins Minus driften. Wir koennen nicht absehen, wie lange sich das hinziehen wird. Daher auch unser Draengen auf das morgige Gespraech mit dem Arzt. Wir werden euch darueber berichten. Liebe Gruesse aus Samui - Wolle, Stefan und Sam.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 3.6.2013, 16.30 Uhr:

Einen schoenen Tag an alle unsere Freunde in Thailand, Oesterreich, Schweiz und Deutschland. Heute vormittag haben wir wie angekuendigt ein sehr intensives Gespraech mit dem Oberarzt der Intensivstation in Nathon gefuehrt. Er hat uns versichert, dass unser Thomas keinem wochenlangem Siechtum im Koma entgegen daemmern muss. Seit der EEG-Messung der Gehirnaktivitaet vor einer Woche hat sich nichts getan, das auf eine Regenerierung des Gehirns hoffen liesse. Das war uns allen auch schon seit einiger Zeit klar und wir haben dies akzeptiert. Was heisst das nun konkret? - Nun, laut Angaben des Doktors liegt Thomas im tiefsten Schlaf und im letzten komatoesen Abschnitt. Er bekomme - so der Doktor - nichts mehr mit und sei auf jeden Fall in einem friedvollen Zustand und schmerzfrei. Natuerlich kann nun keiner eine Prognose abgeben, wann uns Thomas verlassen und in die Ewigkeit hinuebergehen kann. Der Doktor liess aber durchblicken, dass es sich um Tage und nicht um Wochen handeln werde. So traurig und endgueltig das auch klingen mag, es ist fuer uns alle und auch fuer Thomas sicherlich eine friedvolle Art des Abganges. Keiner moechte ihn monatelang dahinsiechen sehen, wirklich keiner! - Wir haben dem vorbildlich arbeitenden Pflegepersonal heute 2.000 Baht in die Kaffeekasse gepackt. Sie wollten es erst nicht nehmen, aber wir haben darauf bestanden. Seit seiner Verlegung am 20.5.2013 vom Bangkok Samui Hospital wurde er dort professionell versorgt. Heute wurde dafuer neuerlich eine Rechnung von 18,965 Baht faellig. Diese wurde aus dem Samuianischen Spendentopf bezahlt. Bedanken moechten wir uns herzlich bei Alex Wallace, einem alten Freund von Thomas. Er hat 10.000 Baht ueberwiesen und ist einer der weiteren grosszuegigen Spender unserer Aktion. Aktueller Kontostand heute: 112.515 Baht Guthaben. Das Konto schmilzt langsam trotz der nun ueberschaubaren Kostenlage. Ein letztes 'Nachbeben' gab's heute Mittag vom Bangkok Samui Hospital aus Chaweng. Ich habe mit Thomas' Lebenspartnerin Aey ein laengeres Gespraech gefuehrt und ihr die Lage erklaert. Ausserdem habe ich ihr auch anhand der vielen Krankenhausrechnungen dokumentieren koennen, welch unglaubliche Hilfsbereitschaft Thomas (und auch ihr und den beiden Kindern) zuteil geworden ist. Sie hat sehr geweint und sich bei mir bedankt - ich gebe den Dank gerne an jeden einzelnen weiter, der mit uns in diesem Boot so weit gerudert ist.... Bei einer alten Rechnung von 14.000 Baht des Bangkok Samui Hospitals vom 16.5.2013 wurde ich dann stutzig. Diese hatte ich nie bezahlt und habe Aey gefragt, ob sie etwas ueber diese Rechnung wisse. Sie sagte ja: 'Diese Rechnung habe ich gleich nach der Einlieferung von Thomas nach seinem Herzinfarkt aus meiner Tasche bezahlt', sagte Aey. Die Krankenhausverwaltung hat ihr doch tatsaechlich gleich zu Beginn eine Mitgliedskarte fuer das Krankenhaus angedreht, mit der Begruendung, das dies bei den Gesamtkosten einen Rabatt von 11 Prozent bringen werde. Das stimmt. Daher kam also der Preisnachlass auf die Gesamtrechnung von 572.634 Baht (vier Tage Aufenthalt) - exakt 62.319,85 Baht waren uns ja nachgelassen worden. - Mir faellt dazu nicht viel ein, ausser: Skrupellos! Ich habe Aey die 14.000 Baht aus unserem Spendentopf erstattet. Sie kann damit ein paar Rechnungen bezahlen und kommt ein paar Tage ueber die Runden. An eine Fortfuehrung ihrer gemeinsamen Geschaefte aus den gesunden Tagen von Thomas ist derzeit noch nicht wirklich zu denken. Ein weiteres Update ueber Zahlungseingaenge folgt spaeter, dann bekomme ich auch von Joerg Gundlach neue Zahlen des deutschen Kontostandes. Vielen Dank an alle - euer Sam

Dankenswerterweise hat mir Joerg Gundlach zuvor den neuen Kontostand unseres deutschen Spendenkontos in Hamburg gemailt: 5.975 Euro sind dort bis dato eingegangen - das ist spitze und hilft uns sehr.
Alle Betraege kommen von Herzen, ungeachtet der Spendenhoehe und der Herkunft. Die 300 Euro, die mein Freund Mike Schoech aus Shanghai, von seiner Herkunft ein Vorarlberger aus Oesterreich, gespendet hat, spiegeln jedoch wider, wie sehr manche ueber ihren Schatten springen. Mike ist wie ich nicht begeistert, wenn manche ihren Versicherungsschutz in Asien auf die leichte Schulter nehmen - daraus hat er keinen Hehl gemacht. Er kennt aber Thomas, Wolle und mich seit vielen Jahren durch seine Samui-Besuche und kann differenzieren. Hier sein Original-Ton: Ja die Spende kommt von mir. Obwohl ich es unverantwortlich finde, ohne Versicherung mit Familie in Thailand zu leben, wollte ich doch helfen, weil ja die Familie am wenigsten dafuer kann. Ausserdem wurde ich durch Deinen und Wolle's Einsatz dazu inspiriert. Und wer weiss, wann ich oder einer meiner Freunde mal Hilfe benoetigen. Also macht weiter so und wir sind alle stolz auf Euch. - Soweit Mike. Ich finde, auch manche kritische Anmerkung sollten wir hier nicht verschweigen. Dass selbst mein ehemaliger Stellvertreter aus journalistischen Tagen beim Heinrich Bauer Verlag aus alter Verbundenheit 20 Euro schickt, finde ich auch bemerkenswert. Wenn wir alle so zusammenhalten und uns verbunden bleiben, dann war diese Aktion nicht nur fuer Thomas und seine Familie viel wert, sondern fuer jeden von uns. Wir melden uns wieder morgen und schicken einen dankbaren Gruss an alle Freunde und in die alte Heimat. Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 4.6.2013, 20.00 Uhr:

Einen guten Abend wuenschen wir aus Koh Samui - heute ein kurz gehaltenes Infomail zur Lage im Fall unseres Thomas Jochum. Auf dem Samui-Spendenkonto blieb es heute ruhig - vorerst keine weiteren Spendeneingaenge. Wir hatten heute allerdings auch noch keine Kosten und muessen erst morgen frueh wieder im Nathon Krankenhaus fuer die letzten beiden Tage bezahlen. Der Kontostand auf Samui blieb damit unveraendert bei 112,515 Baht. Auf unserem deutschen Spendenkonto in Hamburg (siehe unten) klingelte es hingegen noch einmal maechtig - vielen, vielen Dank an alle!!!! Insgesamt gingen seit gestern weitere 975 Euro ein, das erhoeht den Kontostand auf nunmehr 6,480 Euro. Umgerechnet sind das ca. 247.500 Baht. Dieses Geld mussten wir bisher noch nicht antasten - es bleibt unser Absicherungskonto fuer weiter zu erwartende Kosten. Thomas selbst hatte heute leichtes Fieber. Seine Schwester Andrea ist zur Stunde bei ihm und gibt uns dann am Abend noch einen aktuellen Stand. Natuerlich konnte sich am allgemeinen Befinden von Thomas nicht viel aendern - da wissen wir nun ja leider, dass wir ihn nur noch in Ruhe und Wuerde auf seine letzte grosse Reise vorbereiten koennen.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 5.6.2013, 21.00 Uhr:

Einen herzlichen Gruß an alle aus Koh Samui. Andrea und ich waren heute Frühnachmittag bei Thomas auf der Intensivstation in Nathon. Es sieht fast so aus, als könne er einfach nicht loslassen von diesem Leben. Das Fieber von gestern ist gesunken, obwohl der Oberarzt wie versprochen das Verabreichen von Antibiotika vermindert hat. Thomas sah heute dennoch besser aus als am Tag zuvor. Andrea hat wie jeden Tag lange mit ihrem Bruder gesprochen. Es ist laut Angaben des Oberarztes unmöglich, dass er sie versteht. Und dennoch kann man als Augenzeuge irgendwie den Eindruck gewinnen, dass doch etwas von ihren Worten zu ihm durchdringt. Später kam noch die Partnerin von Thomas dazu und hat uns abgelöst. Aey macht mittlerweile einen gefassteren Eindruck und scheint sich langsam etwas in die Realität einzufinden. Sie sitzt täglich bei Thomas und dann wieder vor den beiden Kindern. Für sie ist es sicherlich mit am schwersten überhaupt. Ich habe heute wieder die Rechnung der letzten beiden Tage bezahlt: 8,149 Baht – das sind rund 10.000 Baht weniger als bei der vorhergehenden Rechnung. Den Unterschied machen die Medikamente aus. Weniger Antibiotika = weniger auf der Rechnung. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass wir nicht unnötigerweise diese Art der Existenz für Thomas verlängern wollen. Obwohl er bestens versorgt ist und seine Angehörigen und Freunde um ihn – die Zeit des Abschiedes naht. Und das ist gut so. Auf dem Samui-Spendenkonto gingen heute früh 8,930,26 Baht ein, die wir nicht namentlich zuordnen können. Diese Spende hat im Grunde alleine die letzten beiden Tage von Thomas im Krankenhaus abgedeckt. Vielen Dank dafür. Auf dem deutschen Konto gingen laut Joerg Gundlach bis heute Nachmittag vier Mal 50 Euro ein. Die Spender werden morgen hier veröffentlicht, Joerg konnte heute Abend das Konto nicht mehr direkt abrufen. Auf jeden Fall läuft die Hilfswelle weiter und uns ist nicht mehr bange, dass wir Thomas, Aey, Ammy und Martin aus dem Gröbsten raushalten können – dank euch allen. Einen schönen Abend wünschen wir noch aus Thailand – Andrea, Sam, Wolle und Stefan. P.S.: Stefan muss morgen aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nach Deutschland und scheidet aus unserem kleinen Team aus. Es ist nichts Ernstes, aber die letzten Wochen haben ihn doch sehr mitgenommen und er will sich in Deutschland einem gründlichen medizinischen Check unterziehen. Wir danken ihm für seine finanzielle und logistische Unterstützung herzlich und machen nun im 3er-Team weiter.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 6.6.2013, 19.00 Uhr:

Unsere taegliche Information ueber den Zustand unseres Freundes Thomas Jochum auf der Intensivstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon: Thomas scheint weiter am letzten Strohhalm dieses Lebens festzuhalten. Sein Zustand blieb gleich und relativ stabil, das heisst er liegt im tiefsten Koma, seine Augen sind offen, aber ohne Orientierung. Die Besuche nimmt er nicht wahr. - Der Plan, ihn eventuell doch noch auf ein Privatzimmer zu verlegen, konnte noch nicht realisiert werden. Immerhin haben Aey und Andrea schon mit den Krankenschwestern geuebt, Thomas zu waschen und zu pflegen. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Solange aber Platz auf der Intensivstation in Nathon ist, solange soll Thomas dort auch unter Beobachtung bleiben koennen. - Nun wieder das taegliche Update unserer Spendekonten. In Koh Samui ging gestern die Summe von 9.540 Baht ein, der Kontostand ist damit bei 122.985 Baht. Das Geld kam sehr wahrscheinlich von einem Schweizer Freund von mir, der namentlich nicht genannt werden moechte. Er hat mich vor drei Tagen angerufen und die Ueberweisung angekuendigt - vielen Dank in die Naehe von Zuerich! - Das Deutsche Spendenkonto hat am 5.6.2013 vier Zugaenge ueber jeweils 50 Euro verzeichnet sowie heute noch einmal 275 Euro. Die Spender nachfolgend. Die Familie Siegmund verdient dabei eine kleine Erlaeuterung. Das sind die Eltern von Maik Siegmund, der nach einem schweren Verkehrsunfall auf Koh Samui und einem Hirntrauma (16.9.2006) ebenfalls auf Spenden angewiesen war. Auch durch die tatkraeftige Mithilfe von Thomas Jochum sowie dem leider vor zwei Jahren verstorbenen Landhaus Michael Liebminger konnte Maik damals nach einigen Wochen nach einer Spendenaktion in die Heimat zurueckgeflogen werden. Maik ist leider zwei Jahre spaeter gestorben. Die Aktion blieb auf Koh Samui aber unvergessen und Thomas hat sich damals wirklich die heutige Hilfe verdient!
Spendenaktion Thomas Jochum - Nachtrag: Sorry Joerg Gundlach, von Weekender Travel, ich habe ganz vergessen, Ute Lippmann auf Koh Samui zu erwaehnen. Sie traf heute Joerg beim Einkaufen im Lotus Center in Nathon und steckte ihm 3.000 Baht fuer Thomas zu. Sie hat ihren eigenen Mann erst kuerzlich nach einem Herzinfarkt auf Samui verloren und wollte auf diese Weise noch einmal helfen - das ist super, solche Geschichten sind einfach unglaublich, oder?
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 7.6.2013, 16.50 Uhr:

Heute etwas früher als sonst mein tägliches Info-Mail über den Zustand von Thomas sowie die Entwicklungen unserer Spendenkonten. Andrea, Aey und ich waren gerade bei ihm auf der Intensivstation in Nathon. Seine beiden ‚Frauen‘ kümmern sich rührend um Thomas und er scheint jedes Mal ruhiger zu werden, wenn sie ihn ansprechen, ihn streicheln oder ihn mit einem feuchten Handtuch abwischen. Thomas hat leichtes Fieber und vermittelt mehr und mehr den Eindruck, als wenn er bald seinen eigenen Weg gehen möchte. Wir hoffen alle darauf, dass dies so friedlich und ruhig geschieht, wie er auch die letzten Tage verbracht hat. – Etwas Kuddelmuddel gibt’s mit den Krankenhausrechnungen in Nathon. Heute wurden wieder 20.642 Baht fällig und ich habe diese bezahlt. Als ich dann bei der Buchhaltung monierte, weil die täglichen Rechnungen in der Höhe so variieren, trat ich eine kleine Abrechnungs-Lawine los. Die Krankenschwestern saßen mit allen Rechnungen und Aufzeichnungen – vor sich einen großen Taschenrechner – etwa eine Stunde da und gingen jeden Einzelposten seit der Einlieferung von Thomas am 20.5.2013 nochmals einzeln durch. Dabei kam dann heraus, dass sogar noch weitere 17.290 Baht offen sind, obwohl wir ja jeden zweiten Tag bezahlt hatten. Des Rätsels Lösung: Manchmal bezahlten wir schon am späten Vormittag und die aktuellen Rechnungen lagen dann noch nicht komplett bei der Hauptkasse vor. Diese ‚Zwischenrechnungen‘ stapelten sich in den letzten 18 Tagen zu der Summe von 17,290 Baht. Insgesamt kostete der Aufenthalt von Thomas in Nathon seit Montag, 20.5. bis heute, Freitag, 7.6. 2013 – 192,795 Baht (= 5.070 Euro). Ich liste diese kleine Diskrepanz deshalb hier auf, weil ich mich als treuhänderischer Verwalter eurer Spenden in der Pflicht sehe, alles offen zu legen. In dem Fall scheint nichts angebrannt zu sein, dennoch, wir versichern euch, dass wir auch bei solchen Aufgaben den Finger in die Wunde legen und genau nachrechnen. Auf dem Spendenkonto in Samui ging gestern Abend noch eine 2.000 Baht Barspende ein. Ein Schweizer Resident, der anonym bleiben möchte, hat die Summe bei mir in der ‚Bikeclinic‘ vorbeigebracht. Einfach so, „und weil Thomas die knusprigsten Hähnchen auf der Insel gemacht hat…“, sagte der Schweizer. Das fand ich witzig und gebe es gerne so an euch weiter. Auf dem deutschen Konto ging ebenfalls gestern spät abends eine 100 Euro-Überweisung von Christian Noak ein. Danke dafür. Ein Update beider Konten mit genauen Zahlen mache ich dann wieder morgen. Wolle und Joerg schicken mir dazu bis spätestens morgen früh die aktuellsten Daten. Thomas‘ Partnerin Aey hat mir übrigens gerade (fast stolz) auf der Intensivstation erzählt, dass sie heute zum ersten Mal wieder ein Spanferkel grillen wird. Wir Samuianer freuen uns darüber, denn auch das ist wichtig: Aey und die Kinder von Thomas müssen bei aller Trauer dieser Tage auch ihr Leben weiterleben. Das hätte Thomas sicher so gewollt und insofern wünschen wir Aey heute Abend: Ein knuspriges Ferkel und viele satte Gäste!

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 9.6.2013, 18.00 Uhr:

Hallo an alle Freunde in Thailand und dem deutschsprachigen Heimatgebiet! Wir kommen gerade von Thomas. Heute sah er wieder wesentlich besser aus und manchmal haben wir wirklich das Gefühl, er reagiert auf unsere Ansprache. Laut den behandelnden Ärzten bilden wir uns das natürlich nur ein, aber: wenn Thomas die Augen öffnet und uns so verloren anblinzelt, dann geht das einfach so unter die Haut, dass wir jede Menge Illusionen hinein interpretieren. Sein Gesamtzustand ist unverändert, kaum mehr Medikamente, die Beatmungsmaschine weitgehend ausgeschaltet, er wirkt zumeist friedlich und entspannt. – Heute kamen außer uns und Aey auch Michael Wegener und seine Thai-Mitarbeiterin zu Besuch auf die Intensivstation. Michael hat Thomas eigens aus der Schweiz seine geliebten Landjäger-Würste mitgebracht. Die hätte er sicher noch gerne selbst weggefuttert! Wir warten eigentlich von Tag zu Tag, was sich bei Thomas ändert. Seine Kämpfernatur scheint sich an die letzten Existenz-Fäden zu klammern. Es ist, als warte er noch auf jemanden zum Verabschieden… Vielleicht sein bester Freund aus Deutschland? Wir wissen es nicht. Hier kurz unsere jüngsten Ausgaben: Das Samui Konto weist nach Bezahlung der heutigen Rechnung von 21.987 Baht noch einen Habenstand von exakt 89.975 Baht auf. Einige Spenden haben das Schrumpfen des Kontos verhindert. Mein Stammgast Christoph Fesl hat bei seiner Ankunft 50 Euro auf den Tisch gepackt. Andi und Lisa aus der Oberpfalz spendeten gestern Abend in der Bikeclinic weitere 2.000 Baht. Es ist immer wieder nett zu sehen, wie manche Leute einfach helfen wollen, obwohl sie Thomas kaum kannten. Das Deutsche Konto von Joerg Gundlach steht bei 7.055 Euro. Seit Freitag haben wir keine Eingänge mehr verzeichnen können – das ist aber vor dem Wochenende normal, wir sehen den aktuellen und neuen Stand erst wieder am Montag Spätnachmittag Thai-Zeit. Derzeit kommen wir mit dem Geld über die Runden und danken abermals allen, die sich hier eingebracht haben und jeden Tag mit uns mit fiebern. Das gibt uns allen auch die Kraft, das durchzustehen. Morgen ist ein neuer Tag, dann suchen wir wieder einmal nach einem Termin mit dem Oberarzt der Intensivstation nach. Und über jedwede Veränderung informieren wir euch alle natürlich wie gehabt. Euer Thomas Jochum-Hilfsteam aus Koh Samui.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 11.6.2013, 19.00 Uhr:

Guten Abend nach Thailand und einen schoenen Nachmittag nach Europa! Hier das neueste Update fuer unseren Thomas Jochum. Dienstag, 11. Juni 2013: Er ist vor drei Stunden von der Intensivstation auf ein Privatzimmer im hinteren Krankenhausbereich von Nathon verlegt worden. So schoen das klingt, so sehr bringt es vor allem fuer Aey und Andrea eine deutliche Mehrbelastung und Verantwortung mit sich. Thomas hat nun keine Rund-um-die-Uhr-Beobachtung mehr wie bisher, fuer die Aufsicht sind nun seine Angehoerigen federfuehrend zustaendig. Im Klartext heisst das, dass tagsueber seine Frau Aey bei ihm bleibt und die Nachtschicht dann von seiner Schwester Andrea geleistet wird. Solange Thomas am seidenen Faden des Lebens haengt - und wir wissen nicht wie lange das noch dauert - werden seine beiden 'Maedels' ihm noch naeher sein als bisher. Das finde ich grossartig. Ich sehe ja taeglich selbst, wie sehr sich die beiden bei der Pflege und Betreuung aufopfern. Bei unseren Besuchen machen wir manchmal Witze und plaudern mit Thomas. Wir erzaehlen ihm dann, wo das naechste grosse Kartenspiel steigt, an welcher Bar die huebschesten Maedels tanzen und so weiter. Das heitert uns alle ein wenig auf. Und Thomas schaut aus seinen hellbraunen Augen zu uns rueber, als wenn er alles verstehen wuerde... Kurz noch zu den beiden Spendenkonten. Seit gestern gab es keine weiteren Geldeingaenge. Dafuer kann ich euch die aktuelle Gesamtsumme der bisher bezahlten Krankenhausrechnungen nachreichen: 204.754 Baht haben wir fuer die 22 Tage Aufenthalt in Nathon bis heute bezahlt, das sind 5.250 Euro, im Tageschnitt 9.307 Euro. Die 13.000 Euro fuer die vier Tage im Bangkok Samui Hospital (16.5. - 20.5.2013) wirken dagegen brutal. Ich schuettele mich jedes Mal, wenn ich wieder vor den Abrechnungen sitze. - Stellt euch vor, Aey wuerde nun vor einem Schuldenberg von fast 20.000 Euro sitzen! Solche Zahlen verdeutlichen, welch enorme Leistung wir hier alle miteinander vollbracht haben. Es ist ein gutes Gefuehl zu wissen, dass wir in der Lage sind alle Rechnungen zu begleichen. Euch allen nochmal ein herzliches Vergelt's Gott dafuer. Morgen gibts ein neues Update von Thomas. Wolle, Andrea und ich hoffen doch, dass er nun bald im Kreise seiner Familie und Freunde auf die letzte grosse Fahrt gehen kann. Bis morgen und liebe Gruesse, euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 12.6.2013, 17.00 Uhr:

Liebe Freunde, Andrea ist gerade von ihrer 'Nachtschicht' aus dem Krankenhaus in Nathon zurueckgekommen. Sie hatte eine schwere Nacht und konnte kein Auge zutun. Kein Beistellbett im Privatzimmer - und so musste sie die Nacht auf einem Stuhl zubringen. Auch das Absaugen des Schleimes aus den Atemwegen von Thomas ist kein Kinderspiel. Am Morgen hat Aey ihren Dienst an der Seite ihres sterbenden Lebensgefaehrten angetreten. Es ist unglaublich, welche Kraft Frauen aufbringen koennen, wenn eine Situation so extrem geraet. Ich ziehe meinen Hut! - Ich werde am Nachmittag mal schauen, wie wir die Situation verbessern koennen. - Auf unserem Spendenkonto in Deutschland sind gestern wieder zwei Betraege eingegangen.
 
Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 13.6.2013, 16.00 Uhr:
Ich grüße neuerlich alle unsere Freunde aus Koh Samui. Wolle Pfeifer und ich waren gerade länger bei Thomas im Krankenhaus in Nathon . Thomas liegt nun auf der Privatstation im Erdgeschoss im Einzelzimmer Nummer 16 (Zugang eine Tür zuvor, Zimmer 15). Tagsüber ist seine Lebenspartnerin Aey bei ihm und übernimmt fast im Alleingang die schwierige Pflege. Alle zwei Stunden den Schleim aus den Atemwegen absaugen und auch sonst viel Arbeit mit ihrem Mann. Thomas schläft meistens, soweit man bei seinem Zustand von wirklichem Schlaf sprechen kann. Vor allem aber wirkt er seit seiner Verlegung auf das Privatzimmer ruhiger und auch vitaler. Das müsste uns normalerweise Hoffnung machen, aber alle Ärzte haben uns klipp und klar gesagt, dass sich das Gehirn von Thomas nie wieder erholen kann. Er dämmert praktisch im Nirvana und sein Körper bleibt weiter hier. Mit allen Konsequenzen. Wir haben mit unseren Einschätzungen in den letzten Wochen so oft daneben gelegen, dass wir keine Prognosen abgeben können und wollen. Mittlerweile ist sogar die Rede davon, dass Thomas nach Hause verlegt werden könnte. Laut dem aktuell behandelnden Arzt hat Thomas noch eine leichte Infektion im Bauchraum und auch einen entzündeten Rachen. Sollte das behoben werden, dann stünde einer Verlegung in sein Haus in Lamai nichts im Wege. Diese Aussage hat Wolle und mich heute doch etwas kalt erwischt. Dann könnte dieser Zustand noch wochenlang andauern… Vor allem für seine Schwester Andrea, die ja seit knapp einem Monat auf Koh Samui ihren Bruder pflegt, ist das keine Perspektive. Sie muss derzeit auch noch jede Nacht im Krankenhaus neben ihrem Bruder verbringen, weil auf der Privatstation keine Rundum-Pflege möglich ist. Auf die Intensivstation kann Thomas allerdings auch nicht mehr rückverlegt werden. Wir nehmen all dies zur Kenntnis und warten in aller Ruhe, was die nächsten Tage bringen werden. Heute haben Wolle und ich für zwei Tage Krankenhaus-Aufenthalt 8.066 Baht bezahlt. Der Kontostand auf dem Samui Spendenkonto liegt damit aktuell bei 74.955 Baht. Auf dem deutschen Spendenkonto ging gestern noch eine Spende von Tanja Book ein – vielen Dank für die 30 Euro! Von diesem Konto werden wir morgen 4.000 Euro abheben und wegen des günstigen Wechselkurses in thailändische Baht umtauschen. Das Geld kommt dann aufs langsam schrumpfende Samui-Konto und wir haben für den Fall der Fälle sofort Zugriff auf weitere Finanzmittel. Alle Kontobewegungen werden nach Vollzug der Maßnahme hier wieder akribisch vermeldet. Ansonsten wünsche ich allen eine schöne Restwoche. Sobald es Neuigkeiten gibt, ‚haue‘ ich wieder in die Tasten meines Computers – euer Sam.
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 14.6.2013, 16.00 Uhr:

Liebe Freunde in Europa und Thailand, heute mussten wir eine perspektivische Entscheidung treffen. Thomas liegt ja seit drei Tagen auf der Privatstation und muss im Grunde rund um die Uhr überwacht und gepflegt werden. Wolle und ich haben heute entschieden, eine professionelle Krankenschwester zu verpflichten. Die Belastung für Aey und den Rest der Familie ist auf Dauer nicht tragbar: kein geregelter Schlaf mehr, eine halbwegs normale Fortführung des Lebens inklusive der Versorgung der Kinder Ammy und Martin ist unmöglich. Wir haben soeben 20.000 Baht nach Bangkok überwiesen, und morgen schickt eine Schwestern-Hilfsorganisation eine Fachkraft nach Koh Samui. Diese wird uns für die Dauer ihrer Tätigkeit etwa 20 Euro am Tag kosten. Diese Ausgabe halten wir für gerechtfertigt und notwendig. Dankenswerterweise hat uns Frau Ting von der Krankenhausverwaltung Nathon bei der Vermittlung wertvolle Hilfe geleistet. Das Pflegepersonal im staatlichen Krankenhaus Nathon ist völlig überlastet und eine Rekrutierung aus diesen Kreisen wäre keine Lösung gewesen. Von unserem deutschen Spendenkonto haben wir heute in Bar 4.000 Euro von Joerg Gundlach (Weekender Reisen) erhalten und diese zum Kurs von 40,24 Baht / Euro umgetauscht. Das ergab einen Betrag von 160.979 Baht, der auf das Spendenkonto Koh Samui einbezahlt worden ist. Aktueller Stand dort nunmehr 215,435 Baht. Damit kommen wir die nächste Zeit gut über die Runden.
Der Kontostand dort steht nach Abzug der heute getauschten 4.000 Euro bei exakt 4,105 Euro Guthaben. Ich kann mich nur wiederholen: Sensationell, was hier jeder einzelne Spender für Thomas und seine Familie getan hat. Alles, was noch auf uns zukommen kann, ist erst einmal überschaubar und finanzierbar. Es sieht nicht so aus, als würde Thomas nun schnell von uns gehen. Das hat sehr kontroverse Diskussionen auch unter uns ausgelöst. Das eine Lager plädiert für ein schnelles Eingreifen und Beenden des Koma-Zustandes von Thomas. Die anderen, allen voran die Lebensgefährtin Aey und die Ärzte in Nathon warnen dringendst (!) vor derartigen Schritten. Solange Thomas weitgehend selbständig atmet und sein Herz ohne Apparatur schlägt, solange könne sein Leben auch nicht von dritter Hand beendet werden. Diese Realität setzt uns natürlich sehr zu. Wir sind keine Ärzte, Priester oder buddhistischen Mönche. Wir wollen hier keine Entscheidung treffen, für die wir uns nicht zuständig fühlen können. Wolle und ich sind uns da einig. Aktuell sieht es so aus, dass Thomas in seinem Privatzimmer medizinisch versorgt wird, künstlich ernaehrt, die Pflege gewährleistet Aey noch weitgehend im Alleingang, morgen soll dann die Schwester als Entlastung kommen. Wie lange dies andauern wird, ist heute nicht absehbar. Thomas wirkt friedlich, schläft, ist auch bei geöffneten Augen nicht wirklich da – er schwebt irgendwo zwischen dem Himmel und der Erde… Wenn Thomas tatsächlich später vom Krankenhaus in sein privates Heim nach Lamai verlegt werden sollte, dann steht ein neues Kapitel dieser Geschichte bevor. Noch gilt allerdings die Tatsache, dass die Ärzte einer weiteren Verlegung nicht zustimmen und Thomas in Nathon auf seinem Privatzimmer bleibt. Wolle Pfeifer und ich zahlen alle zwei Tage die anfallenden Kosten. Das ist der Ist-Zustand, den wir so hinnehmen müssen. Vielen Dank für eure Anteilnahme, eure Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft – sagen Andrea, Aey, Wolle und der Schreiberling Sam.
 
Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 15.6.2013, 16.00 Uhr:

Hallo miteinander, wir (Wolle, Andrea und ich) waren heute um 14 Uhr bei Thomas im Zimmer 16 der Privatstation des Krankenhauses in Nathon. Unsere gestrige Schnellaktion hatte Erfolg! Seit heute früh um 10 Uhr kümmert sich eine professionelle Krankenschwester um unseren Thomas. Sie kam die ganze Nacht über mit dem Minibus aus Bangkok und legte trotz der 700 Kilometer langen Fahrt gleich los. Es ist beruhigend zu sehen, wie fundiert sie ihren Pflegeberuf versieht. Das Absaugen von Thomas Atemwegen, Verabreichen von Medikamenten und Nahrung, die tägliche Wäsche – sie beherrscht alles tadellos. Aey konnte endlich wieder nach Hause nach Lamai fahren, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern und auch mal ein paar Stunden schlafen. Die Krankenschwester kommt aus der Nähe von Bangkok und macht einen sehr netten Eindruck. In solchen Situationen lernt man auch mal die andere Seite dieses Landes kennen. Menschen, die für wenig Geld hart arbeiten, nicht nach dem Lohn fragen, sondern zuerst ihre Aufgabe versehen. Wir sind sehr, sehr froh, dass wir diese Lösung gefunden haben. Aey hat sich heute überschwänglich bei uns bedankt. Normalerweise zeigt sie ihre Emotionen ja nicht so gerne – aber dieses Mal war ihr die Erleichterung über die Hilfe sichtlich anzusehen. Die Krankenhausrechnung haben wir auch gleich wieder bezahlt: 7.948 Baht. Wir haben uns bei einem Behandlungs-Kostenschnitt von 100 Euro pro Tag eingependelt. Dazu kommen die 20 Euro für die Pflegerin und ihr Essen. Alles überschaubar. Nicht für die Ewigkeit, aber dank der Spenden doch beruhigend lang (genug). Auf dem deutschen Konto ging gestern noch eine Spende von Joerg Kruschinski (Alex) in Höhe von 40 Euro ein. Vielen Dank, es ist schön zu sehen, dass immer noch Menschen ihre Verbundenheit zu Thomas demonstrieren. Er ist nun in guten Händen. Sein Zustand ist unverändert. Ein Komapatient in friedlicher Ruhestellung. Wir tun, was wir tun können, um diese Phase für alle so erträglich wie möglich zu gestalten. Toll auch, dass einige Freunde ihn weiter regelmäßig besuchen. Manche sagen, sie wollen nicht ins Krankenhaus fahren und ihn in Erinnerung behalten, wie er war. Wir denken, dass das jeder für sich selbst entscheiden sollte. Meine Meinung: Ein Freund ist ein Freund, in guten U N D gerade auch in schlechten Zeiten. Morgen gibt’s ein neues Update – bis dahin noch einen schönen Samstag!

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 16.6.2013, 16.00 Uhr:

Einen schönen Sonntag wünscht das Thomas Jochum-Hilfsteam aus Koh Samui. Heute haben Andrea und Wolle den obligatorischen Krankenbesuch bei Thomas auf der Privatstation des staatlichen Krankenhauses in Nathon gemacht. Sie waren begeistert von der Professionalität der neuen Krankenschwester. Thomas erhält durch sie wirklich die optimale Pflege. Und Aey kann sich mehr um die gemeinsamen Kinder kümmern und um die wichtige Fortführung der Geschaefte. Der Partner von Thomas, Bernd Fischer, ist seit Freitag auf der Insel und hilft Aey bei wichtigen Verwaltungsfragen. Bernd hat nicht nur die Firmenpapiere der GmbH akkurat beieinander, er wickelt auch die Instandhaltung der Spielautomaten sowie deren Vertrieb mit Aey ab. Wir sind froh, dass wir uns da raushalten können. Außerdem wird Andrea die Geburtsurkunden und Passkopien von Ammy und Thomas mit nach Deutschland nehmen. Im Falle des Todes von Thomas kann sie dort anhand der Papiere etwaige Waisenrenten-Ansprüche prüfen und geltend machen. Danke an Bernd aus Pattaya für die Schützenhilfe! Andrea wird – auch auf den ausdrücklichen Wunsch von mir und Wolle Pfeifer – am Dienstagabend nach Hause fliegen. Sie hat hier einen Monat lang die Hölle durchgemacht und ihren Bruder gepflegt und gehegt. Wir denken dass es an der Zeit ist, dass sie zurück in ihr eigenes Leben kehrt. Sie kann uns in wichtigen Behördenfragen in Deutschland auch mehr helfen als hier. Da derzeit überhaupt nicht absehbar ist, wie lange dieser Zustand von Thomas andauern wird, wäre ein weiterer Verbleib von Andrea nicht sinnvoll. Wir wissen, dass auch Thomas das so gesehen hätte. Eine kleine Anmerkung noch zu Gerüchten, die gestern Abend aus der schwäbischen Heimat von Thomas zu uns durchgedrungen sind. Offensichtlich soll Thomas demzufolge seine Besucher bereits erkannt haben und sich auf dem Weg der Besserung befinden. Das ist natürlich eine totale Verkehrung der Tatsachen! Thomas liegt im letzten Koma-Stadium, das haben mehrere Ärzte unabhängig voneinander im Laufe dreier Wochen wiederholt, er wird demzufolge nie wieder aufwachen und in ein normales Leben zurückkehren. Sein Weg führt in die andere Richtung. Tut mir leid, das so brutal sagen zu müssen, aber keinem von uns ist mit einer Genesungs-Fata Morgana geholfen. Als nächstes kommt dann, dass Thomas jeden Morgen vor dem Absaugen seiner Sauerstoff-Röhre die thailändische Hymne singt… Wir stehen jeden Tag bei ihm am Bett, wir haben täglich Kontakt zum Pflegepersonal und auch zu den Ärzten. Thomas erkennt niemanden, er kann sich nicht artikulieren oder annähernd mit uns kommunizieren. Auch wenn wir das gerne hätten, es entspricht nicht der Realität. Wir sollten uns hier keinesfalls falsche Hoffnungen machen. Morgen mache ich ein aktuelles Update der beiden Konten. Dann werden auch wieder die üblichen Rechnungen im 2-Tages-Rhythmus fällig. Unsere beiden Spendenkonten haben dafür noch ein gutes Polster. Bis dahin wünschen wir allen ein schönes Wochenende und einen guten Start in die Sommerwoche in Europa.
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 17.6.2013, 16.00 Uhr:

Liebe Freunde, heute hatte Thomas in Nathon regen Besuch, ausser Aey, Andrea, Wolle und mir kamen viele Bekannte aus Lamai. Thomas sah heute so richtig gut aus, ueberhaupt nicht mehr gelb im Gesicht und auch nur noch ganz wenig Fieber. Wenn die Schaedigung seines Gehirnes nicht waere, koennte man fast glauben, er macht gleich die Augen auf und spricht zu uns.Die permanentePflege scheint ihm gut zu tun. Weil er sehr stark abgenommen hat, wirkt er viel juenger. Das taucht uns dann stets in ein Wechselbad der Gefuehle. Auf den beiden Konten sind keine weiteren Spenden eingegangen. Der Kontostand in Samui liegt bei 167.515 Baht, nachdem wir heute im Krankenhaus 11.571 Baht bezahlt haben. Drei Tage waren fuer das Privatzimmer nachzuzahlen und der Rest waren aerztliche Behandlung und Medikamente sowie die Rechnung fuer bereitgestellte medizinisches Geraete wie Sauerstoff-Zufuhr, etc. Ich fasse mich heute kurz, denn nach einem Sturm geht in weiten Teilen Samuis das Internet nicht und ich schreibe provisorisch von meinem Laptop aus. Morgen dann ein ausfuehrlicheres Update. Ich werde Andrea, die Schwester von Thomas, am Nachmittag zu ihrem Bruder ins Krankenhaus fahren und anschliessend direkt zum Flughafen. Sie muss dann endgueltig von ihm Abschied nehmen und wieder zurueck in ihr eigenes Leben nach Deutschland kehren. Wir wuenschen ihr dafuer viel Kraft!

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 18.6.2013, 19.15 Uhr:

Liebe Freunde, ich komme gerade vom Flughafen Koh Samui. Andrea – die Schwester unseres Thomas – ist gerade schweren Herzens Richtung Bangkok geflogen und wird dort heute Nacht den Thai Airways Flug zurück nach Frankfurt nehmen. Wir mussten sie dazu drängen, denn hier gibt es nicht mehr viel, was sie für ihren Bruder tun kann. Es ist paradox zu sehen, wie sich Thomas täglich weiter zu erholen scheint. Er sieht super aus, hat natürlich durch die lange Krankheit sehr abgenommen, die Rundum-Betreuung tut ihm auch gut. Was bleibt ist die Tatsache, dass sein Hirn eine Kontaktaufnahme zur Außenwelt nicht zulässt. Was wir auch versuchen, wir drücken ihn, wir sprechen mit ihm, wir erzählen ihm Geschichten von seiner Familie – die Reaktion seiner Augen lässt nicht den Schluss zu, dass auch nur irgendetwas davon durchdringt. Es ist nun völlig unmöglich geworden, einen Zeitrahmen über seinen weiteren Fortgang abzustecken. Es kann Wochen dauern, Monate, vielleicht nur Tage? Thomas war zeitlebens ein Kämpfer. Diese Jochumsche Durchhalte-Moral lässt ihn anscheinend nicht fort. Andrea hätte es gerne gesehen, wenn ihr Bruder still und heimlich aus diesem Leben gegangen wäre. Für sie ist es die schlimmste Vorstellung, ihren Bruder möglicherweise eine lange, lange Zeit so liegen lassen zu müssen. Wir haben ihr Trost gespendet und versichert, dass wir weiter für ihn da sein werden. Wie bereits berichtet, hat die deutschsprachige Zeitung TIP Thailand unsere Geschichte aus dem Internet heruntergeladen und in ihrer aktuellen Publikation verwendet. Dies geschah ohne Rücksprache mit uns Betroffenen oder seiner Familie. Ich denke aber, dass die Journalisten in Phuket es gut meinten und uns helfen wollten. Insofern macht es keinen Sinn, darauf rumzuhacken. Gedruckt ist gedruckt. Wichtige Mitteilung zu unserem Deutschen Spendenkonto von Joerg Gundlach. Joerg hat uns heute mitgeteilt, dass er dieses Spendenkonto leider ab morgen, 19. Juni 2013, schließen muss. Es ist gleichzeitig auch das deutsche Buchungskonto für sein Reisebüro Weekender Travel. Dadurch kann er steuerrechtlich in Schwierigkeiten geraten. Da Joerg morgen ohnehin für drei Wochen nach Deutschland fliegt, hielten wir es in Abstimmung mit ihm für das Beste, das Konto abzuwickeln. Alle Spenden werden natürlich akkurat abgerechnet und kommen nach Koh Samui auf unser Hauptspendenkonto. Das war auch vorher so abgesprochen. Andrea wird für alle Fälle nach ihrer Rückkehr nach Deutschland mit einem engen Freund von Thomas sprechen. Ziel ist, dass dort ein neues Konto eröffnet wird. Dieses ist dann rein zweckgebunden für die Aktion Thomas Jochum und wird nur in Abstimmung mit uns verwendet. Keiner muss sich Sorgen machen, dass auch nur ein Euro verloren geht oder in falsche Hände geraet. Dafür garantieren wir hier! Hier noch die letzten Spendeneingänge in Deutschland – vielen Dank. Sollte in den nächsten Tagen auf dem alten Konto in Hamburg noch weiteres Geld eingehen, wird Joerg Gundlach mich umgehend kontaktieren und ich dann gleichwohl in Facebook darüber Bericht erstatten.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 19.6.2013, 17.00 Uhr:

Wir grüßen aus Samui mit neuen Nachrichten zum Zustand von Thomas Jochum. Das Hilfsteam ist mittlerweile auf zwei Personen geschrumpft – Wolle Pfeifer und mich. Andrea ist gut nach Hause gekommen und hat sich gerade bei uns gemeldet und nochmals für die Zusammenarbeit bedankt. Ditto, Andrea, du hast uns sehr geholfen und auch deinem Bruder. Soweit das ging. Heute habe ich eine weitere Rechnung über 11.814 Baht bezahlt. Wie ihr wisst, begleichen Wolle und ich jeden zweiten Tag alle Rechnungen im Krankenhaus Nathon und nehmen dafür das Spendengeld des Kontos in Samui. Mit heutiger Abhebung verbleiben auf diesem Konto noch exakt 155.705 Baht. Außerdem haben wir vom deutschen Spendenkonto in Hamburg noch eine Reserve von 4.265 Euro. Dieses Konto musste (wie gestern angekündigt) von Kontoinhaber Joerg Gundlach aus steuerlichen Gründen geschlossen werden. Joerg fliegt heute nach Deutschland. Entweder er eröffnet für uns dort gleich ein neues Spendenkonto oder wir machen das über einen alten Freund von Thomas in Stuttgart. Morgen wissen wir mehr. Kurz zu Thomas: Heute wurde ein mobiles 800 Kilogramm schweres Röntgengerät auf sein Zimmer gebracht, um eine Aufnahme seines Thorax zu machen. Die Ärzte wollen sehen, wie weit seine Lunge ist und ob durch die lange künstliche Beatmung Schäden entstanden sind. Das ist allerdings reine Routine.
Der Zustand von Thomas ist stabil unverändert. Diese Wortkombination beschreibt exakt, wie es ist. Ich dränge seit Montag darauf, eine weitere neurologische Untersuchung seines Gehirnes vornehmen zu lassen. Die Ärzte und das involvierte Pflegepersonal sehen dafür keine Notwendigkeit, ich selbst will jedoch noch einmal einen aktuellen Bericht eines Experten sehen. Thomas hat sich seit seiner Zeit auf der Intensivstation sichtlich erholt. Seine Augen sind häufig geöffnet und schauen uns verloren an. Manchmal scheint Thomas fast zu lächeln, wenn wir unsere Späße mit ihm treiben. Dann sehen wir jedoch wieder den apathischen Patienten, der nicht wirklich am Leben teilhaben kann.
Seine neue Pflegeschwester ist mit der 24-Stunden-Belastung beinahe schon überfordert und wir versuchen alle, ihr so viele freie Stunden wie möglich zu verschaffen. Außerdem haben wir wegen ihres harten Jobs ihr Gehalt erhöht. Sie erhält nun einen Bonus von 5.000 Baht (ca.125 Euro) im Monat. Sonst hätten wir möglicherweise noch eine zweite Pflegerin zur Entlastung engagieren müssen, und das wollten wir nicht nur aus Kostengründen erstmal vermeiden.
Bleibt nachzutragen, dass wir gestern nochmal zwei Spenden auf Samui erhalten haben. Papa Joe, ein alter Kampfgefährte von Thomas, hat nach dem Krankenhausbesuch tief bewegt sofort 2.000 Baht für uns gegeben. Und Martina Sowa ließ über Joerg Gundlachs Office weitere 1.000 Baht als Spende für uns schicken. Danke an die beiden – so konnten wir schon einen Teil der zusätzlichen Pflegekosten direkt an die Krankenschwester von Thomas zahlen. Das war’s für heute. Noch einen schönen Tag wünschen Wolle und Sam aus Samui.

Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 20.6.2013:

Liebe Freunde und Andrea in Deutschland. Heute in Kuerze das Update zu Thomas. Koerperlich erholt er sich taeglich weiter. Geistig koennen wir seinen Komazustand erst bewerten, wenn das von uns ersehnte zweite EEG durchgefuehrt worden ist. Wir hoffen morgen dazu eine Information zu erhalten.
Auf dem Spendenkonto in Samui sind gestern 2.000 Baht und 6.000 Baht eingegangen. Wir danken herzlich, auch wenn wir die beiden Spender namentlich noch nicht zuordnen koennen. Das ist auf dem Konto nicht ersichtlich.
Joerg Gundlach hat sich bereits aus Deutschland gemeldet und versucht morgen ein neues Spendenkonto in Hamburg zu eroeffnen. Diese wichtige Information geben wir dann natuerlich sofort weiter.
Ich melde mich morgen dann ausfuehrlicher. Heute hat ein Teil der Insel Samui wieder keinen Strom und kein Internet und ich schreibe hier provisorisch auf meinem alten Laptop. Gruss an alle und bis morgen!

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 21.6.2013, 16.30 Uhr:

Wir grüßen aus dem windigen, aber sonnig-heißen Koh Samui mit den neuesten Informationen zu Thomas. Heute gibt’s doch einiges zu berichten.
1. Mrs. Ting von der Krankenhausverwaltung in Nathon ist sehr bemüht, für Thomas einen weiteren EEG-Termin auf dem Festland zu organisieren. Diese Untersuchung seiner Gehirnaktivitäten halten Wolle Pfeifer und ich als derzeit Verantwortliche aller Abläufe für sinnvoll. Zur Disposition standen Phuket, Nakhon Si Tammarat und Suratthani. Wir haben Frau Ting gebeten, so schnell wie möglich einen Termin im privaten Taksin Hospital in Suratthani zu ermöglichen. Das wird – falls wir ein Krankenhausbett erhalten – eine größere Aktion: Verlegung von Thomas in einem Notarztwagen von Nathon über die Fähre nach Suratthani – etwa 90 Kilometer von Nathon entfernt.
2. Egal wie diese Untersuchung auch ausgehen wird, eine Entlassung von Thomas aus dem Krankenhaus rückt näher. Die Verwaltung hat uns heute klar signalisiert, dass wir bald alleine die Pflege von Thomas übernehmen müssen. Im Klartext: Bei Thomas in Lamai Zuhause, mit der bereits aktivierten privaten Pflegerin sowie seiner Lebensgefährtin Aey in der Regie.
3. Die Krankenhausleitung hat uns auch gesagt, dass wir dafür essenzielle Dinge brauchen: ein Spezialbett mit Matratze, ein Sauerstoffgerät mit Flasche, eine Maschine fürs Absaugen seiner Luft- und Speiseröhre, etc.
4. Wir warten nun die nächsten Tage ab, ob die EEG-Untersuchung auf dem Festland klappt. Mit den neurologischen Befunden werden wir anschließend im Familienkreis von Thomas in Klausur gehen müssen. Natürlich geht’s dabei darum, was im Falle des Falles am besten zu tun ist.
Ich habe heute bei der Verwaltung des Krankenhauses nur einmal kurz erwähnt, dass in Deutschland bei entsprechender Vorlage von Willenserklärungen des Patienten sowie seiner Familie auch eine Art ‚Sterbehilfe‘ in Betracht gezogen wird. – Die Reaktion der thailändischen Verwaltungssprecherin war blankes Entsetzen. „No, no, you cannot do that in Thailand“. Auf Deutsch – „Das können Sie in Thailand keinesfalls veranlassen!“
Ich beschreibe das hier, damit alle wissen, in welcher Bredouille wir stecken. Die Angelegenheit bleibt außerordentlich kompliziert. – Wir haben Thomas heute etwas fiebrig erlebt, eine Zeit lang atmete er sehr schwer und schien weit weniger stabil als die Tage zuvor. Eine halbe Stunde später, nach einer eingehenden Pflege und Abkühlung mit feuchten Handtüchern, schlummerte er aber wieder friedlich dahin. Wolle und ich haben uns angeguckt und gedacht: „Im Grunde wissen wir nicht, was als nächstes kommt…“ Daher auch unser Drängen auf eine EEG-Untersuchung mit handfesten Erkenntnissen.
Eine Rechnung haben wir heute auch wieder bezahlt: 10.949 Baht für zwei Tage sowie 1.000 Baht Essensgeld für die Pflegerin für die nächste Woche. Kontostand in Samui 149.496 Baht.
Joerg Gundlach ist gerade dabei, in Deutschland ein neues Spendenkonto zu organisieren. Im Land der Bürokratie – er ist ja nicht mehr in seinem Heimatland gemeldet, sondern in Thailand – ist das nicht ganz so einfach wie zunächst gedacht. Heute Abend will sich Joerg bei mir melden. Und morgen haben wir dann hoffentlich ein neues deutsches Spendenkonto.
Viele Infos heute, ich hoffe, ihr seid ausreichend informiert, bedanke mich fürs Interesse und wünsche noch ein schönes Wochenende für alle! Sam

Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 22.6.2013, 15.30 Uhr:

Hallo miteinander, kurze Meldung zu Thomas. Heute sah er wieder etwas ruhiger aus und das leichte Fieber von gestern ist gesunken. Wolle und ich waren gerade gemeinsam im Krankenhaus. Aey hat mittags die Pflegerin aus Bangkok abgeloest, damit diese auch mal ein paar Stunden etwas anderes sieht als das Krankenzimmer und Thomas.
Mit der Eroeffnung des Kontos in Hamburg durch Joerg Gundlach hat es leider nicht geklappt. Zu viele buerokratische Huerden. Ich habe Joerg gesagt, dass wir nun selbst am Montag eine Loesung suchen. Die 4.265 Euro auf seinem Konto werden dann einfach auf das neue Konto transferiert, auf das wir natuerlich auch Zugriff haben werden. Im Grunde aendert sich nichts ausser der Bank und der Kontonummer.
Heute habe ich eine Telefonrechnung von Aey, Thomas' Lebensgefaehrtin' bezahlt. Es war das gemeinsam genutzte Telefon mit Andrea - wichtig fuer Gespraeche der vergangenen vier Wochen mit den Angehoerigen in Deutschland. Die 4.900 Baht Rechnung habe ich aus dem Spendentopf bezahlt, denn in allen Telefonaten ging es ausschliesslich um Thomas. Aktueller Kontostand in Samui heute: 144.696 Baht. Wenn es manchmal um ein paar Baht nicht aufgeht - keine Bange, wir rechnen schon genau. Aber manchmal gibts fuer die Krankenschwester einen kleinen Tipp in die Kaffeekasse oder auch ein Eis fuer die supertuechtige Pflegerin. Wir denken, so viel Spielraum sollten wir haben. Es geht dabei jeweils um Betraege unter 10 Euro.
Am Montag werde ich einige Tage alleine zu Thomas fahren muessen. Wolle und seine Pat gehen auf Visarun nach Ranong und nehmen sich (verdient!!!) drei Tage Auszeit. Ich habe das dem 'Dicken' genehmigt, er ist mir immer eine grosse Stuetze und muss anschliessend ein Stueck seiner beruehmten Obsttorte bei mir als 'Bestechung' rausruecken. So halten wir uns trotz der traurigen Aufgabe immer wieder bei Laune. Wenn ein Bayer bei einem Schwaben umsonst ein Stueck Kuchen abstaubt, dann ist das schon eine Meldung wert, oder?
Ich hoffe auch, dass wir Anfang der Woche Nachrichten ueber die geplante EEG-Hirnstrommessung erhalten. Sobald es von der Krankenhausverwaltung ein positives Signal gibt, wollen wir Thomas noch einmal untersuchen lassen. Wir informieren euch dann ueber den Ausgang.
Ein schoenes Wochenende wuenschen wir allen Freunden und Verwandten von Thomas in Thailand und Deutschland, Oesterreich sowie der Schweiz - bis dann, euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 23.6.2013, 18.30 Uhr:

Gruss an alle Freunde von Thomas aus Koh Samui. Heute war Wolle Pfeifer mit seiner Frau Pat bei Thomas in Nathon. Er hat nun doch wieder leichtes Fieber und sein Zustand ist etwas schlechter als die Woche zuvor. Ausserdem hat er sich am Po zwei Druckstellen durchs lange Liegen zugezogen, die nun behandelt werden muessen. Trotz staendigen Drehens seines Koerpers liess sich das leider nicht vermeiden. Auf der anderen Seite ist so auch an eine Entlassung nach Hause nicht zu denken. Wir machen kein Hehl daraus, dass uns vor einer Entlassung und damit verbundener alleiniger Verantwortung fuer Thomas doch bange ist! Ich bin morgen wieder im Krankenhaus in Nathon und suche dann auch gleich das Gespraech mit der Verwaltung. Vielleicht erhalten wir diese Woche dann einen Termin fuer das lange erwuenschte EEG. Ausserdem bezahle ich dann die aufgelaufenen Rechnungen seit Freitag.
Wolle geht morgen ganz frueh auf seinen Visa-Trip und ich habe bis Donnerstag dann mit Aey alleine Betreuungs- und Besuchsdienst bei Thomas. Es kommen auch immer wieder Freunde aus Samui bei ihm vorbei - nicht so viele wie wir gedacht hatten - aber doch immer wieder einige treue Seelen. Das gibt uns das Gefuehl, nicht allein dazustehen.
Stefan Lehmann von unserem Hilfsteam weilt ja seit 14 Tagen in Deutschland bei seiner Mutter in Augsburg. Er wird morgen ein neues Spendenkonto eroeffnen. Sobald ich die Daten erhalten habe, poste ich die neue Bankverbindung sowie die Kontonummer und weitere Details.
Danke fuer eure Anteilnahme und Aufmerksamkeit - bis morgen auf ein Neues. Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 24.6.2013, 17.00 Uhr:

Mein obligatorischer Besuch bei Thomas heute am frühen Nachmittag hat keine Neuigkeiten betreffend seines aktuellen Zustandes gebracht. Da ich fast eine halbe Stunde alleine mit ihm im Zimmer war, habe ich lange auf ihn eingeredet und auch mehrere Reaktionstests gemacht. Es kam nichts zurück. Thomas liegt da, die großen hellbraun-grünen Augen meist offen, er reagiert auf keinerlei Bewegungen oder Ansprachen. Wie gehabt.
Später kam die tüchtige kleine Krankenpflegerin wieder dazu. Sie war auf dem Balkonsims vor dem Krankenzimmer eingeschlafen und ich wollte sie nicht wecken. Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was diese strebsame und geduldige junge Frau leistet. Sie kann nie länger als 2 Stunden am Stück schlafen und muss dann wieder die Atemwege und die Speiseröhre von Thomas mit einem Schlauch absaugen. Das tut sie gründlich und mit viel Gefühl.
Ich warte stündlich auf den Rückruf der Krankenhausleitung in Nathon. Frau Ting versucht für uns seit Tagen, einen EEG-Termin in Suratthani zu bekommen. Sobald sie eine positive Antwort erhält, wollen wir eigentlich keine Zeit mehr verschwenden und loslegen. Alle Informationen von professioneller Seite geben uns auch neuerliche Impulse fürs weitere Vorgehen im Fall von Thomas. Gestern hat mich eine frühere Intensivkrankenschwester aus Heidelberg über Facebook kontaktiert. Sie weilt derzeit zu Besuch auf Koh Samui und möchte morgen mit ins Krankenhaus zu Thomas kommen. Natürlich nehme ich ein solches Hilfsangebot gerne an. Die junge Dame kennt Thomas gar nicht persönlich und hat nur über unseren Weekender-Joerg Gundlach vom Reisebüro von ihm gehört. Von Beginn an verfolgte sie unsere Aktion auf Facebook und morgen sitzt sie mit mir am Krankenbett von Thomas. Toll, dass es solche Menschen gibt.
Die heutige Rechnung im Krankenhaus Nathon betrug 15.631 Baht. Nach Bezahlung beläuft sich unser aktueller Kontostand auf Samui auf 129.024 Baht. Auf dem deutschen Konto befinden sich wie gemeldet noch die restlichen 4.155 Euro. Sobald Stefan Lehmann mir die neue Nummer des Spendenkontos in Augsburg geschickt hat, werden wir das Geld dorthin transferieren und hier das neue deutsche Spendenkonto veröffentlichen. Wegen der Zeitverschiebung dauert das immer ein bisschen länger – in Thailand verlieren wir so oft einen ganzen Tag.
Das war’s für heute erst einmal. Morgen gibt’s ein neues Update und dann hoffentlich auch schon eine positive Rückmeldung für die Gehirnstrommessung von Thomas. Es grüßt aus Samui – euer Sam.

Thomas Jochum
Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 25.6.2013, 14.00 Uhr:

Hallo miteinander! Soeben bin ich aus dem Krankenhaus in Nathon zurückgekommen. Isabelle aus Heidelberg (35), gelernte Krankenschwester mit Einsätzen u.a. auf der Intensivstation der Uniklinik Heidelberg, hat mich begleitet. Ihre tatkräftige Hilfe war für mich heute wie eine Offenbarung. Ohne Umschweife hat sie im Krankenzimmer von Thomas alles überprüft und damit sogar die thailändischen Pflegerinnen beeindruckt. Isabelle hat sich zwar höflich mit offener Kritik zurückgehalten, aber dennoch wurde deutlich, dass eine optimale Behandlung in Thailand und Deutschland zwei paar Schuhe sind.
Das Schlimmste ist nicht die grundsätzliche Versorgung unseres Freundes. Aber: Thomas hat sich seit Tagen über dem Po wund gelegen. Diese Wunde ist binnen weniger Tage zu einem großen Loch ausgewachsen. Weshalb der behandelnde Arzt hier nicht schon früher eingegriffen hat, konnten weder Isabelle noch ich verstehen. Heute war der Arzt im Übrigen schon um 11.15 Uhr vormittags nicht mehr erreichbar. Er hatte das Haus bereits verlassen…
Über die Verwaltungsleitung habe ich Druck gemacht und um einen dringenden Termin morgen nachgesucht. Thailändische Ärzte lassen sich weder von Schwestern noch von unzufriedenen europäischen Angehörigen maßregeln – sie ziehen ihr Ding durch. Heute musste Isabelle aus Heidelberg die Wundversorgung machen und damit eigentlich die Arbeit der dortigen Ärzte und Pfleger. Es bringt nichts, nun auf den handelnden Personen rumzuhacken. Wichtig ist, dass eine Verbesserung des Zustandes von Thomas erreicht wird. Besser mit zähneknirschender Diplomatie als mit offener Konfrontation.
An eine Verlegung für die EEG-Untersuchung des Gehirns von Thomas aufs Festland ist mit dieser Wunde nicht zu denken. Thomas wird seit heute Vormittag – dank der sehr energischen Intervention von Isabelle – alle zwei Stunden in die linke und rechte Seitenlage bewegt. Das offene Loch am Po wird so nicht belastet und muss täglich professionell gereinigt und gepflegt werden. Es kann Wochen dauern, bis eine solche Wunde halbwegs abheilt. Unsere private Pflegeschwester aus Bangkok kann natürlich alleine nicht gegen das Stammpersonal in Nathon an. Sie und Aey haben jedoch den Ernst der Lage erkannt und kümmern sich entsprechend um diese Anweisung, auch wenn sich der Arzt nur sehr sporadisch blicken lässt. Es ist wie ein Katz‘- und Maus-Spiel. Einen Arzt zu einem offenen Gespräch zu bekommen, setzt tagelange Bemühungen unsererseits voraus und nervt die Thais, die ihrerseits niemals die Arbeitsweise eines Krankenhausteams in Frage stellen würden. Sonst ist der Zustand von Thomas unverändert. Auch Isabelle, die schon viele Koma-Patienten gesehen und mit behandelt hat, geht von einer sehr schweren Hirnschädigung bei Thomas aus. Sie möchte anhand des bereits erstellten EEG’s einen bekannten Neurologen in Deutschland befragen, was er zu diesem Fall sagen kann. Wir kümmern uns nun darum, dass dieses EEG-Protokoll nach Deutschland geschickt wird. Bis heute haben wir keine Abschrift davon gesehen, obwohl uns mehrfach zugesichert worden war, eine schriftliche Auswertung der Gehirnstrommessung vom 27. Mai zu erhalten.
Es ist als Nichtmediziner sehr schwer, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Heute hat mir Isabelle durch ihren Einsatz klargemacht, welche Laien wir alle sind. Sie hat versprochen, uns weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Morgen möchten wir sehen, wie sich der Arzt die weitere Behandlung vorstellt. Wir bezahlen das Krankenhaus pünktlich und haben daher einen Anspruch darauf!
Stefan Lehmann in Augsburg könnte jederzeit in Augsburg das neue Spendenkonto für uns eröffnen. Da wir momentan noch Reserven der bisherigen Spendeneingänge haben, habe ich erstmal entschieden, ein paar Tage abzuwarten und keinen weiteren Aufruf zu starten. Solange das Geld reicht, möchten wir nicht schon wieder an Fremdhilfe appellieren. Außerdem machen die Banken ein ziemliches Aufhebens und bestehen darauf, dass dieses Konto ausschließlich für Zahlungseingänge mit dem Vermerk ‚Hilfe für Thomas Jochum‘ benutzt wird. Sonst bekommen wir Ärger mit dem Fiskus – zudem fallen nach Eröffnung sofort Kontogebühren an.
Die nächsten Tage möchte ich die weitere Entwicklung von Thomas abwarten und dann sehen, ob und wann wir ein neues deutsches Spendenkonto aktivieren. Ich halte nichts davon, die Pferde scheu zu machen. Viele haben schon genug für uns geleistet. Die Spenden vom Konto Joerg Gundlach werden sicher verwahrt und können jederzeit von uns abgerufen werden. Finanziell sind wir noch voll handlungsfähig. Vielen Dank an euch alle!!!

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 26.6.2013, 15.00 Uhr:


Hilfe fuer Thomas Jochum, Koh Samui, Thailand:

Spendenkonto Koh Samui:
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
Kto. 800-2-07236-0
Swiftcode KASITHBK
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Spendenkonto Deutschland:
VR Bank Handels- und Gewerbebank,
Stefan Lehmann, Spendenkonto:
Bankleitzahl: 720 621 52
Kontonummer: 3490939
IBAN: DE12 7206 2152 0003 4909 39
BIC: GENODEF1MTG
Verwendungszweck:
‚Spende für Hilfsaktion Thomas Jochum‘


Hallo, liebe Freunde und Angehörige von Thomas, heute folgt ein ausführliches Mail. Es gibt neue Erkenntnisse und auch Perspektiven. Leider keine allzu guten…
Zunächst einmal das Positive vorweg. Ich habe heute mit dem behandelnden Arzt sowie Frau Ting von der Krankenhausverwaltung in Nathon ein offenes Gespräch geführt. Die Situation von Thomas wird durch das lange Liegen immer prekärer. Aussichtslos scheint seine Perspektive – das wissen wir heute – von Anfang an gewesen zu sein.
Thomas hat sich wie viele lange bettlägerige Patienten einen sogenannten Dekubitus (offenes Geschwür durch Liegen) zugezogen. Dieses Loch über dem Steißbein ist selbst bei Patienten mit vorhandener Mobilität nur schwer zu kurieren oder gar zu schließen. Es ist zu erwarten, dass möglicherweise dieser Dekubitus das Ende von Thomas beschleunigen wird. Bereits gestern hatte mich Intensivkrankenschwester Isabel aus Heidelberg auf diese Situation vorbereitet. Dankenswerterweise hat sich außerdem Rebecca aus Nürnberg über Facebook an mich gewandt. Sie studiert Medizin und arbeitete früher mit einem Facharzt zusammen, der auf die Behandlung solcher Dekubiti (Mehrzahl) spezialisiert ist. Ich möchte es in einem Satz erklären: Normalerweise wäre nun eine komplizierte Operation fällig, bei dem weite Teile des Gewebes im befallenen Bereich weggeschnitten werden müssen. Die Behandlung ist selbst in Deutschland außerordentlich schwierig und langwierig – und sehr teuer.
Der Arzt von Thomas auf Koh Samui – es ist glücklicherweise wieder der kooperative Mediziner von der Intensivstation Nathon – und ich, sind nach Rücksprache mit der Familie von Thomas übereingekommen, einen solchen Eingriff nicht mehr durchführen zu lassen. Thomas würde diese OP sehr wahrscheinlich nur schwer überstehen und sein Leiden unnötig verlängert.
Seit heute Mittag erhält Thomas nun endlich Morphium. Die Verabreichung in Thailand ist nicht so selbstverständlich wie in Europa. Ich musste dafür einige ‚Türen eintreten‘. Nach langer Diskussion wollten wir in Absprache mit dem Arzt in Nathon aber sicher stellen, dass Thomas keine Schmerzen leidet. Er kann nicht sprechen oder sich artikulieren. Ich fühle mich als Organisator dieser Hilfsaktion verpflichtet, Thomas jegliches Leid zu ersparen. Der Arzt hat uns heute nach einer weiteren Untersuchung versichert, dass die Gehirnaktivität von Thomas seit seiner Zeit auf der Intensivstation nicht auffälliger geworden ist.
Durch die Morphinbehandlung können Schmerzen bei der weiteren Behandlung von Thomas weitgehend ausgeschlossen werden. Die Wunde wird versorgt und täglich gereinigt. Außerdem erhält Thomas Antibiotika, denn eine akute Infektion mit Wundbrand soll auf jeden Fall vermieden werden. Ich habe Vertrauen in diesen Arzt, der uns auch schon Ende Mai überaus kooperativ begleitet hatte und um die Brisanz dieses Falles weiß.
Wir wissen nicht, wie lange diese Morphium-Behandlung andauern wird und haben uns entschlossen, vorsichtshalber doch noch einmal ein deutsches Spendenkonto zu aktivieren. Stefan Lehmann hat dieses in Augsburg eingerichtet. Er bittet dringend darum, bei jeder Überweisung im Verwendungszweck ‚Hilfe für Thomas Jochum‘ anzugeben. Das ist aus steuerrechtlichen Gründen wichtig.
Heute habe ich im Krankenhaus 13.637 Baht für weitere Rechnungen vom Spendenkonto auf Samui bezahlt. Ein alter Freund und Kunde von mir, ‚mixparple‘ (er möchte anonym bleiben) aus der Schweiz, brachte gestern Abend 5.000 Baht in bar bei mir in der Bikeclinic vorbei. Diese Geld habe ich heute gleich in die Rechnung mit einkalkuliert und musste nur 9.000 Baht vom Konto abheben.
Aktueller Stand: 120.454 Baht. In Deutschland haben wir weiter die 4.155 Euro stehen. Dieses Geld wird Joerg Gundlach aufs neue Spendenkonto in Augsburg transferieren.
Die Morphiumbehandlung wird sicher die Rechnungen nach oben treiben – aber hoffentlich auch das Leid von Thomas mindern und verkürzen. Wer in Deutschland denkt, er hat noch ein bisschen Geld übrig, kann uns gerne helfen und auf das neue Konto von Stefan Lehmann überweisen. Stefan stimmt alle Zahlungseingänge mit mir direkt ab und wir melden jegliche Kontobewegung wie gehabt auf Facebook und bei Joerg Gundlach auf der Weekender-Webseite www.weekender-travel.com.
Danke für eure Aufmerksamkeit und eure Anteilnahme. Ich hatte eine schlaflose Nacht und bin nun doch etwas erleichtert, dass Thomas endlich Morphium erhält. Alles andere liegt in höheren Sphären… es grüßt, euer Sam.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 27.6.2013, 17.00 Uhr:

Hallo an alle Freunde von Thomas! Heute Mittag waren Wolle und ich als altbewaehrtes Tandem wieder bei Thomas im Krankenhaus in Nathon. Die Verabreichung des Morphiums klappt nun und Thomas wirkt dadurch zwar etwas benommener, aber auch deutlich friedlicher. Seine Wunde am Steissbein wird gut versorgt, soweit das geht. Auch die Seitenlage zur Entlastung der wunden Stelle wird eingehalten. Thomas ist nun schon sehr abgemagert und kaum wiederzuerkennen. Wolle und ich haben heute lange mit ihm gesprochen und seine Haende gedrueckt. Es ist wirklich nichts zu registrieren, was auch nur annaehernd nach einer Verstaendigung aussehen wuerde. Morgen frueh gehen wir wieder zu Thomas. Dann sollten wir auch endlich den schriftlichen medizinischen Report ueber das EEG erhalten. Wir moechten diesen Bericht dann so schnell wie moeglich mit der Hilfe von Isabel nach Deutschland schicken. Isabel versucht einen bekannten Neurologen als Experten hinzuzuziehen. Ansonsten koennen wir heute nichts Neues berichten. Thomas wirkt sehr entspannt und schlaefrig. Das Morphium wird im uebrigen auf unseren ausdruecklichen Wunsch deshalb verabreicht, weil wir nicht ausschliessen koennen, dass das vorhandene Stammhirn von Thomas noch Schmerzsignale aussendet. Es gab entsprechende Fragen an Wolle. Fuer uns waere der Gedanke unertraeglich, dass Thomas trotz seiner tiefen Komaphase Schmerzen hat und nicht in der Lage ist, das mitzuteilen. Deshalb gehen wir alle auf Nummer sicher. Mehr wieder morgen, es gruessen aus Samui Wolle Pfeifer und Sam Gruber.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 28.6.2013, 16.00 Uhr:

Es ist wieder so weit – neue Nachrichten zu unserem Freund Thomas, der heute genau seit 43 Tagen im Koma liegt. Das Auf und Ab geht weiter. Wolle und ich haben heute zu unserer großen Überraschung wieder einen relativ frisch aussehenden Patienten vorgefunden. Die Augen weit offen, er blinzelt und blickt ins Leere, wirkt ruhig und weitgehend entspannt, reagiert allerdings nicht erkennbar auf unsere Rufe oder Berührungen.

Normalerweise bin ich kein Freund von Veröffentlichungen von Patientenfotos. Im Fall von Thomas bin ich über meinen Schatten gesprungen, denn all die Spender und seine Freunde verdienen meiner Ansicht nach doch Offenheit in allen Fragen. Da Thomas heute wieder so gut aussah, habe ich mich spontan entschlossen zwei weitere Bilder von ihm zu posten. Man erkennt dabei, wie schwierig es ist, 100prozentige Angaben ueber seinen Zustand zu machen. Mal sind wir schockiert, weil er neue Beschwerden hat wie jüngst das offene Geschwür am Steißbein. Dann kommen wir aus dem Staunen nicht heraus, weil Thomas uns so friedlich anblinzelt.

Die Morphium-Behandlung bekommt Thomas laut den Erkenntnissen seiner privaten Pflegerin recht gut. Sie sagte uns heute, er sei ruhiger und schlafe nachts auch mal ein paar Stunden mit geschlossenen Augen. Das hören wir gerne, denn trotz seines hoffnungslosen Zustandes freuen wir uns, wenn Thomas nicht leidet.
Ich habe heute eine Rechnung von 10.622 Baht bezahlt. Der niedrige Betrag liegt nach unseren Erfahrungen darin begründet, dass manchmal Rechnungen – wie zum Beispiel fürs Privatzimmer – verspätet nachgereicht werden. Es ist aber alles in Ordnung und wir haben bei den Rechnungslegungen im Gegensatz zum vorherigen Bangkok Samui Hospital keine Kopfschmerzen. Kontostand in Samui heute 109.744 Baht. Aus Deutschland werde ich nächste Woche 4.000 Euro vom deutschen Spenderkonto nachschießen und so das schrumpfende Zahlungskonto in Samui auffrischen. Wir kommen so noch eine kleine Weile über die Runden. Aus der Schweiz hat heute ein Freund von mir 200 Schweizer Franken geschickt: ca. 6.500 Baht. Es ist schön zu sehen, dass das Schicksal von Thomas auch nach sechs Wochen immer noch die Leute bewegt. Dank an Erich Eichhorn aus Bülach bei Zürich und seine Frau Da.
Anbei noch die Spendenkonten, falls jemand noch ein paar Euro oder Franken drauf packen will. Danke für eure Aufmerksamkeit und bis morgen. Euer Sam.

Spendenkonto Koh Samui:
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
Kto. 800-2-07236-0
Swiftcode KASITHBK
Stefan Lehmann Spendenkonto
Bankleitzahl: 720 621 52
Kontonummer: 3490939
IBAN: DE12 7206 2152 0003 4909 39
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Verwendungszweck
‚Spende für Hilfsaktion Thomas Jochum'


Thomas Jochum
Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 29.6.2013:

Hallo, liebe Freunde, auch heute in Kürze das Update zu Thomas. Seine Lebensgefährtin Aey ist jeden Tag zweimal bei ihm und hilft unserer guten Fee aus Bangkok bei der Pflege. Wolle und ich haben den beiden heute Mittag zugeschaut. Es ist herzerwärmend zu sehen, wie viel Mühe sich beide geben und wie sie mit dem Patienten umgehen.
Auch Wolle hat heute versucht, zu Thomas durchzudringen. „Jetzt schwätze ma eben Schwäbisch…“, hat er ihm ins Ohr geraunt.
Geholfen hat’s leider nichts. Wir wissen wirklich nicht, wo sich der Geist unseres Freundes befindet. Manchmal rollt er mit den Augen, als wenn er uns folgen könnte. Wenn wir dann wieder seine Hände greifen und um ein kleines Zeichen betteln, dann kommt nichts. Es scheinen in der Tat nur Reflexe zu sein, die ihn die Augen und den Mund bewegen lassen. Das sagen die Ärzte und das denken auch unsere fachkundigen Berater aus Deutschland. Isabel und Rebecca und auch eine Schweizer Intensivkrankenschwester haben Erfahrungen mit Komapatienten und dämpfen mitunter unsere Erwartungen.
Ich denke, Wolle und mir (und auch anderen Besuchern bei Thomas) geht’s wie jedem Angehörigen eines Patienten im Tiefschlaf: Wir werten jedes Signal als Hoffnungsschimmer, ganz einfach auch, weil keiner wissen kann, wie es im Gehirnstamm von Thomas wirklich zugeht.
Dennoch, seit der Verabreichung des Schmerzmittels Morphin bleibt Thomas länger ruhig und hat laut Angaben seiner Pflegeschwester auch verstärkt andauernde Schlafphasen mit geschlossenen Augen. Das beruhigt uns. Es gibt uns das Gefühl, dass wir mit unserer Intervention bei den Ärzten in Nathon das Richtige getan haben. An den Stammtischen in Lamai ist Thomas selbstredend das Gesprächsthema Nummer 1. Er war einer der letzten ‚bunten Hunde‘ der alten Generation von Auswanderern und wird von vielen sehr vermisst. Keiner konnte wildere und knalligere Geschichten erzählen als Thomas. Wenn er mal wieder Ärger wegen eines Unfalles mit einem seiner Leihmotorräder hatte, wurde es unterhaltsam: „Heji Mister! You make damage my bike and you have to pay!“ Sein Englisch war Schwäbischer Hochgenuss und Wolle und ich sitzen nicht einen Tag im Café 77, ohne an ihn zu denken. Das wollten wir hier auch einmal angemerkt wissen.
Ich muss morgen beruflich für drei Tage nach Phuket und Suratthani. Wolle übernimmt die Besuche und hält mich telefonisch auf dem laufenden. Wenn ich mit meinem Laptop ein Netz finde, dann schicke ich auch während meiner Abwesenheit eine neue ‚Wasserstandsmeldung‘ ueber Thomas durch. Das hat sich bewährt und das behalten wir auch bei. Solange Thomas bei uns weilt.
Allen ein schönes Wochenende – bis bald, Mitte nächste Woche machen wir dann mal wieder einen großen Kassensturz und schauen auch, was auf dem neuen Spendenkonto von Stefan Lehmann passiert ist.
Liebe Grüße, Wolle und Sam – in Vertretung von Moped-Thomas Breitscheitel Jochum.

Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 30.6.2013

Einen schoenen Sonntag aus Koh Samui bzw. aus Phuket. Ich bin gerade auf Phuket angekommen und habe mir gleich von Wolle den heutigen Zustand von Thomas schildern lassen. Wir koennen es kurz machen: genauso wie gestern, ueberhaupt keine Veraenderung. Ein alter Schweizer Freund und Wegbegleiter von Thomas, den wir hier alle nur Fu nennen, war heute mit im Krankenhaus. Fu ist vor 11 Tagen schon einmal bei Thomas dabei gewesen und sieht aehnlich wie wir keine echte Reaktion unseres Freundes bei unseren taeglichen Ansprachen. Fu und Thomas standen sich auf Samui sehr nahe und ihm geht dieser Wachkoma-Zustand auch sehr an die Nieren.
Isabel hat wie versprochen ihren Bekannten, einen Neurologen in Deutschland kontaktiert und er hat sich dankenswerter Weise zur kostenlosen Mithilfe bereit erklaert. Nun benoetigen wir das komplette Diagramm der EEG-Untersuchung von Ende Mai und wollen dieses an den Neurologen schicken. Noch ist die EEG-Aufzeichnung bei den Aerzten in Bangkok und die Verwaltung des Hospitals in Nathon hat zugesichert, den Bericht fuer uns aufzutreiben. Wie immer ist das ein Nervenspiel, denn in Thailand wuerden Patienten nur selten von sich aus einem Doktor die Ueberlassung medizinischer Unterlagen abverlangen.
Wir wollen jedoch auch diese Moeglichkeit einer zweiten aerztlichen Meinung nutzen. Von meinem kleinen Laptop aus kann ich nicht so fluessig schreiben wie auf meinem Heimcomputer. Daher belasse ich es fuer heute bei diesen Ausfuehrungen und wuensche allen noch ein schoenes Restwochenende. Morgen dann wieder mehr.

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 01.07.2013, 19.15 Uhr:

Einen schönen Nachmittag wünsche ich allen unseren Freunden – heute nochmals aus Phuket-Patong. Wolle hat mir gerade erzählt, dass Thomas unverändert in seinem Wachschlaf liegt. Es ist fast schon zur Routine geraten, ihn täglich zu sehen und die pflegerischen Abläufe zu verfolgen. Mir persönlich tat genau das Gegenteil gut, nämlich einfach mal drei Tage Abstand zu bekommen. Morgen Abend komme ich aus Phuket zurück und löse dann die treue Seele Wolle ab.
Ich habe von verschiedener Seite den leichten Vorwurf gehört, weshalb wir nicht selbst dafür Sorge tragen, dass Thomas endlich von seinem Leid erlöst wird. Das können wir verstehen und sind auch nicht böse über diese Kritik. Allein: Was sollen wir tun?
Thomas atmet selbständig und auch sein Herz schlägt von alleine. Damit gilt er in Thailand als lebendig und jeder Eingriff unsererseits wäre ein schwerer Straftatbestand nach den Gesetzen dieses Landes.
Das alleine ist der Grund, weshalb wir versuchen, im Einklang mit seiner Thaifrau Aey sowie den handelnden Personen im Krankenhaus die bestmöglichen Bedingungen für Thomas zu schaffen. Uns sind dabei die Hände gebunden, auch deshalb, weil Wolle und ich nicht lieber Gott spielen wollen und dürfen. Wir können nur eines versprechen: Wenn es die Chance für einen schnelleren Abgang von Thomas in einem humanen Rahmen geben sollte, sind wir die letzten, die dabei im Wege stehen werden.
Bis dahin machen wir so weiter wie bisher und versuchen neue Informationen über den aktuellen Zustand seines Gehirnes zu erhalten. Das zieht sich hier leider in die Länge und vielleicht kommt uns Thomas ja bald selbst zuvor.
Morgen sitze ich wieder an meinem Computer Zuhause auf Samui und melde mich wie gewohnt mit neuen Nachrichten. Gruß an alle und bis dann, Sam

Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 02.07.2013

Update Thomas Jochum, am 2. Juli 2013 ausnahmsweise nur kurz ueber mein Iphone; Thomas hat wieder Fieber bekommen, sonst ist er recht gut versorgt und schlaeft ein wenig mehr als bisher. Wolle war heute bei ihm. Morgen bin ich wieder am Zug und ziehe dann auch einige Erkundigungen ein. Dann gibts auch genauere Infos. Zunaechst bin ich froh, dass i h mit sechswoechiger Verspaetung meine beiden Bikes aus Phuket bzw. Suratthani heim nach Koh Samui holen konnte. Pudelnass wegen stroemenden Regens - aber happy gesund wieder hier zu sein. Morgen mehr! Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 03.07.2013

Heute gibt’s doch wieder ein paar Neuigkeiten zu Thomas. Dank der Hilfe von Frau Hathairat Leuangrittivutti (deshalb nennen wir sie nur Frau Ting) haben wir endlich das EEG-Diagramm von Thomas vorliegen. Dieses war am 28. Mai im Nathon Hospital auf der Intensivstation erstellt worden. Unsere professionelle Beraterin Isabel aus Heidelberg hat die fünf Diagramme bereits von mir erhalten und an ihren Bekannten weitergeleitet. Dieser ist Neurologe und kann uns von ärztlicher Seite aus auf ‚gut Deutsch‘ erläutern, was dieses EEG damals exakt über die Hirntätigkeit von Thomas – 12 Tage nach seinem Herzstillstand – erbracht hat.
Heute ist bereits Tag 48 seit dem Infarkt von Thomas mit seinen dramatischen Auswirkungen. Ich war heute Mittag bei ihm im Zimmer 16 der Privatstation, auf der unser Freund von der Pflegerin aus Bangkok und Aey gemeinsam gehegt und gepflegt wird. Seit 10 Tagen haben Wolle und ich veranlasst, dass tagsüber ein Fernsehapparat in deutscher Sprache (DW-TV) läuft. Einfach so, vielleicht hilft es ja?
Thomas war heute wesentlich besser drauf als noch Anfang der Woche. Sein Fieber ist gesunken, der Puls und der Blutdruck sind laut Angaben der Stationsschwestern normal. Aey hat ihm einen Rundum-Haarschnitt verpasst und Thomas auch rasiert. Entsprechend gut sah der zähe Bursche vor einigen Stunden aus (siehe auch unsere beiden Fotos). Thomas gibt uns Rätsel auf. Mal so, mal so, immer wieder rappelt er sich auf und will (kann) nicht loslassen.
Wegen meiner Phuket-Reise liefen die Rechnungen seit dem Wochenende auf und ich habe heute 27.680 Baht bezahlt, für die ärztliche Aufsicht, Schwestern, Medizin und medizinische Geräte sowie künstliche Nahrung und Sauerstoff. Im Tagesschnitt sind das ca. 135 Euro. Auf dem Spendenkonto Koh Samui verblieben zum heutigen Tag 82.144 Baht. Ich habe bereits 2.000 Euro aus Deutschland nach Samui transferiert und das Geld sollte spätestens bis Ende der Woche unser Hauptkonto von Wolle Pfeifer wieder auffüllen. Weitere 2.155 Euro liegen noch in Deutschland und werden bei Bedarf dann ebenfalls nach Koh Samui überwiesen.
Wir denken heute noch nicht an ein Ende unserer finanziellen Mittel. Dennoch, Thomas hat weitaus länger überlebt als wir je gedacht hatten. Auch wenn wir die Kosten für seine Versorgung aufs mindest mögliche Maß gedrückt haben, kommt der Tag X langsam auf uns zu. Die Gesäßwunde von Thomas ist soweit ordentlich versorgt worden und er spricht auf die Behandlung der Antibiotika an. Für eine bessere Bettlage wurde eine Spezialmatratze für Thomas bereitgestellt. Insgesamt wirkt er sehr ruhig, schmerzfrei, manchmal fast so, als wolle er ein wenig mit uns kommunizieren und habe dann doch nicht die Kraft dafür. Wir können nicht mehr tun als hingehen und täglich mit ihm sprechen. Ich habe heute lange mit ihm geredet, und einmal bin selbst ich ins Grübeln gekommen, ob er mich nun direkt angeguckt hat oder nicht…
Sobald ich neue Informationen aus medizinischer Sicht habe, melde ich mich umgehend. Einstweilen danke für eure Aufmerksamkeit und noch einen schönen Tag – wünscht Sam

Thomas Jochum
Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 04.07.2013

Liebe Freunde, heute ganz kurz. Thomas schläft viel, das macht es sicher auch für ihn leichter. Wolle und ich haben ihn heute Mittag gesehen. Aey war auch bei ihm und hat ihn wie immer sehr lieb gepflegt. Wir warten auf Neuigkeiten aus Deutschland wegen der zweiten Auswertung des EEG vom 28. Mai. Davon erhoffen wir uns ein paar wichtige Hinweise und sehen dann, ob wir doch noch wie geplant ein weiteres aktuelles EEG fuer die Messung von Thomas Gehirnströmen durchführen lassen. Sonst ist hier alles wie gehabt. Thomas wirkt ausserordentlich friedlich und kommt seit der Verabreichung stärkerer Schmerzmittel besser klar. Die Schwester hat gesagt, dass er seit einigen Tagen tatsächlich mal mehrere Stunden schläft. Morgen melde ich mich wieder - einstweilen noch schöne Grüsse und bis dann, Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 05.07.2013

Liebe Freunde, leider hatte ich Zuhause wieder Probleme mit dem Strom und dem Internet. Daher unser heutiges Update wieder in aller Kuerze. Thomas ist seit Tagen unveraendert, er scheint sich fast auf diesem niedrigen Level eingependelt zu haben. Von den Neurologen aus Deutschland haben wir heute auch eine Antwort erhalten. Diese ist - wie erwartet - kein Hoffnungsschimmer fuer eine signifikante Verbesserung von Thomas' komatoesem Zustand. Der Neurologe in Heidelberg bestaetigt anhand des Befundes der Aerzte auf Samui die Diagnose und kann auch beim EEG, das neun Tage nach dem Infarkt von Thomas erstellt worden ist, keine gute Prognose stellen. "Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts mehr von Thomas kommen' - das ist exakt die Redewendung, die auch der Oberarzt der Intensivstation nach der EEG-Auswertung Ende Mai gebraucht hatte. Also nichts Neues und auch nichts Ganzes.
Wolle war heute allein im Krankenhaus und hat wie jeden Tag versucht, mit Thomas eine Minimal-Kontaktaufnahme hinzubekommen. Das funktionierte bei ihm ebenso wenig wie die vielen Male bei mir. Wenigstens scheint er nun wirklich seit Tagen keinerlei Schmerzsymptome mehr zu haben. Das werten wir positiv.
Morgen bin ich wieder dran und werde auch wieder die Rechnungen der letzten drei Tage begleichen. Ausserdem sind heute 2.000 Euro vom deutschen Spendenkonto bei mir eingegangen. Das Geld wir dringend benoetigt, denn unser samuianisches Konto laeuft langsam seinem Ende entgegen.
Weitere 2155 Euro bleiben dann noch von den deutschen Spenden. Dann ist nichts mehr da. Laut Stefan Lehmann, der seit vier Wochen in Augsburg weilt und dort vorsichtshalber ein weiteres Spendenkonto eingerichtet hat, ist darauf noch nichts eingegangen. Wir hatten allerdings auch keine grosse Promotion mehr gemacht, denn schliesslich haben viele Helfer schon genug fuer Thomas getan - und wir halten ueberhaupt nichts von uebereifriger Spendensammlerei. Noch reicht das Geld.
Vielleicht hilft uns Thomas ja doch noch und geht in Frieden. So ist sein Zustand auf Dauer fuer alle Seiten eine schwere Belastung. Das will ich hier nicht verschweigen.
Morgen gibts ein neues Update nach meinem Besuch bei Thomas. Euch allen ein schoenes Wochenende - trotz der wenig schoenen Nachrichten, die uns nach all den Wochen aber auch nicht mehr ueberraschen sollten. Euer Sam Gruber

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 06.07.2013

Einen Gruß aus dem sonnigen und heißen Koh Samui senden Wolle Pfeifer und Sam Gruber. Unser obligatorischer Besuch im Krankenhaus bei Thomas war heute ohne nennenswerte Erkenntnisse. Der Puls von Thomas ist etwas hoch (110), der Blutdruck mit 100 zu 70 niedrig, leicht erhöhte Temperatur mit 37,8. Alles wie gehabt, außer dem Umstand, dass Thomas seit Tagen unheimlich ruhig wirkt und viel schläft. – Die Darmtätigkeit von Thomas ist ebenfalls etwas träge und alle drei Tage muss da ein wenig nachgeholfen werden.
Ich schildere das, damit ihr euch den schwierigen Pflegeablauf unserer Schwester aus Bangkok vorstellen könnt. Sie muss 24 Stunden am Tag bei Thomas bleiben und alle zwei Stunden mit einem Schlauch die Atemwege sowie die Speiseröhre freisaugen.
Kein Kinderspiel! Wir haben die kleine Pflegeschwester richtig ins Herz geschlossen und sehen mit großer Freude ihre Geschicklichkeit bei der Arbeit. Heute war sie genau drei Wochen bei Thomas. So schnell vergeht die Zeit.
Die Krankenhausrechnung heute belief sich auf 19.182 Baht. Nach Begleichung verbleiben auf dem Samui-Spendenkonto noch 62.744 Baht. Also Geld für etwa 8 – 10 Tage Krankenhaus. Mit den 2.000 Euro vom deutschen Spendenkonto wird das Samui-Konto am Montag um ca. 79.000 Baht aufgestockt. Das gibt uns dann wieder ein wenig Luft bei der Begleichung aller Rechnungen.
Als ‚eiserne Reserve‘ verbleiben die restlichen 2.155 Euro des deutschen Spendenkontos.
Morgen früh wird mich Isabel noch einmal ins Krankenhaus begleiten. Ihr Rat und ihre Verbindungen nach Deutschland haben unseren Kenntnisstand sehr erweitert und uns bei mancher Entscheidung geholfen! - Die gute Seele geht ab Montag nach Phuket und tritt dort eine Arbeitsstelle als Koordinatorin im Pflegebereich an. Wir wünschen ihr viel Glück und danken an dieser Stelle herzlich für ihre selbstlose Hilfe. Sie kannte Thomas gar nicht, und doch kam von ihr mehr als von einigen alten Bekannten unseres Freundes. Manche Menschen sind zum Helfen geboren und manche nicht. So ist das eben.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit – bis zum nächsten Update – euer Sam.


Spendenkonto Koh Samui:
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
Kto. 800-2-07236-0
Swiftcode KASITHBK


Deutschland:
Stefan Lehmann Spendenkonto
Bankleitzahl: 720 621 52
Kontonummer: 3490939
IBAN: DE12 7206 2152 0003 4909 39
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(Bitte Verwendungszweck Hilfe für Thomas Jochum)


Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 07.07.2013

Liebe Freunde - Wolle war heute alleine bei Thomas im Krankenhaus und ich habe mir einen Tag Auszeit genommen. Es gibt nicht viel Neues zu sagen. Der Zustand bleibt unveraendert - es hat sich seit Tagen nichts getan. - Morgen wird mich Isabel noch einmal begleiten, bevor sie dann ihren neuen Job in Phuket antritt. Das haben wir heute kurzfristig so vereinbart und Wolle den Besuchsdienst ueberlassen.

Die unveraenderte Situation von Thomas gibt mir an dieser Stelle etwas Zeit und Platz, auf Kritik an unserer Betreuung hinzuweisen. Eines vorweg: Wir nehmen gerne Kritik von Menschen an, die sich selbst um Thomas kuemmern und hier vor Ort ein Bild machen. Alle anderen koennen nicht wirklich beurteilen, wie es um Thomas steht und vor allem auch was es bedeuten wuerde, die bestehende Situation abrupt zu veraendern. Ich veroeffentliche hier stellvertretend eine Email - gut gemeint, deshalb sind wir auch nicht sauer - aber weiss Gott nicht klug gedacht.

Email im Wortlaut: '"Ich habe soeben das letzte Update gelesen und kann nur noch mit dem Kopp schütteln!!!
Leute, der Thomas ist HIRNTOD !! Wann kapiert ihr das endlich? Ihr und Thomas quält euch nur noch ab. Und haufenweise Geld kostet es auch. Dafür hättet ihr schon längst einen Flug nach D zahlen können damit er in Ruhe sterben kann!"
Koppschüttelnder Mike.

Ich kann sehr kurz darauf antworten.

1. Keine Fluglinie der Welt wuerde Thomas in diesem Zustand mitnehmen.
2. Ein Ambulanzflug nach Deutschland wuerde uns ca. 20.000 Euro (Minimum) kosten. Auch hier ist es sehr vage, ob ein solcher Flugdienst Thomas ueberhaupt transportieren wuerde. Thomas war seit Jahren nicht in Deutschland gemeldet, hat dort keinerlei Versicherungsschutz, etc.
3. Welches Krankenhaus wuerde sich um einen Patienten in seinem Zustand 'reissen'? Selbst in Deutschland landen solche Langzeit-Komapatienten irgendann in einem Pflegeheim. Wo bitte, tritt dann eine Verbesserung ein?
4. Keiner kann in Thailand einen Patienten, der selbstaendig atmet und dessen Herz ohne Maschinen schlaegt, einfach wegspritzen. Das wuerde hier als Mord geahndet.

Wir (Wolle und ich) sind wirklich fuer jegliche Art (professioneller) Hilfe dankbar. Ihr koennt uns glauben, dass wir jeden dieser gutgemeinten Vorschlaege schon hundert Mal selbst diskutiert haben. Deshalb machen wir so weiter wie gehabt und schauen, dass Thomas die fuer seinen Zustand bestmoegliche Pflege erhaelt. Hirntot ist er im Uebrigen nicht, dann koennte er nicht selbstaendig atmen.
Wir wissen, dass Thomas nicht mehr so zu uns zurueckkommen wird, wie wir es alle gerne haetten. Wir hoffen, dass Thomas sich bald selbst von seinem Leid erloest. So dumm das klingen mag, das waere fuer alle die beste Loesung. Er wird keine lebensverlaengernden Eingriffe oder Behandlungen mehr erfahren, er wird soweit gepflegt, wie das mit den Richtlinien dieses Landes vereinbar ist. Wolle und ich leben und arbeiten hier, wir haben das zu akzeptieren!
Morgen gibts ein neues Update, dann wieder medizinischer Natur - Danke fuer jeden Hinweis, aber bitte denkt vorher auch mal drueber nach, was ihr selbst in unserer Lage tun wuerdet. Euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 08.07.2013

Heute etwas früher – denn Isabel ist soeben in das Flugzeug nach Phuket gestiegen und hat mir am frühen Vormittag noch einmal bei Thomas im Krankenzimmer wertvolle Hilfe geleistet.
Thomas ist stabil komatös. Das klingt paradox, ist aber der aktuell bleibende, hoffnungslose Zustand. Isabel hat ihn sich heute noch einmal sehr genau angesehen. Die schwachen Reaktionen auf Licht und Berührungen sowie die Verkrampfung seiner Hände seien symptomatisch für Patienten mit schweren Hirnschäden, schilderte mir Isabel. Wie ihr wisst, hat sie vergangene Woche einen befreundeten Neurologen zu dem Fall hinzugezogen und auch aus ihrer langjährigen Erfahrung als Intensivkrankenschwester gesprochen.
Die Dekubitus-Wunde am Steißbein von Thomas ist durchs ständige Säubern und den Wechsel in Seitenlagen relativ unter Kontrolle. Von alleine Abheilen kann die großflächige Wunde laut Angaben der Ärzte kaum – und falls doch, dann dauert das viele Monate. Wir hoffen, dass Thomas nicht so lange in diesem Zustand verweilen muss.
Vom Krankenhaus wird uns bereits signalisiert, dass man Thomas bald nach Hause entlassen möchte. Davor haben wir etwas Angst. Teure Anschaffungen wie eine Spezialmatratze, möglicherweise sogar ein eigenes Krankenhausbett sowie Sauerstoffgerät und vieles mehr – das würde unsere Finanzen schnell erschöpfen. So hoffen wir nun doch, dass Thomas von alleine seinen Frieden finden kann. Auch wenn er so friedlich in seinem Bett liegt, mal mit offenen Augen und dann wieder schlafend – es ist nicht der Thomas, den wir kannten und liebten, es ist ein Körper ohne wachen Geist. „Wie ein Handy ohne Simkarte“, hat ein Freund gesagt. Es klingt etwas makaber und trifft den Nagel leider doch auf den Kopf.
Wolle geht morgen für eine knapp einwöchige Behandlung ins Krankenhaus nach Bangkok. Ich werde dann mindestens fünf Tage alleine Besuchsdienst schieben. Wir haben uns gut abgestimmt, es wird alles passen. Ich möchte dann im Gespräch mit dem behandelnden Arzt noch einmal über Möglichkeiten sprechen.
Auch wenn das in Thailand ein Tabu ist. Vielleicht kann man ja doch etwas unternehmen oder unterlassen, um Thomas einen pietätvollen Übergang in eine andere Welt zu ermöglichen.
Bis dahin heißt es – weitermachen, kühlen Kopf bewahren, die Rechnungen bezahlen und alles mit dem Pflegepersonal koordinieren. Noch reicht das Geld für ein paar Wochen. Danke für die Aufmerksamkeit, euer Sam.


Spendenkonto Koh Samui:
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
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(Bitte Verwendungszweck Hilfe für Thomas Jochum)


Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 09.07.2013

Hallo miteinander! Heute wieder etwas früher als sonst unser täglicher Rapport. Gerade habe ich unseren ‚dicken Wolle‘ und seine Frau Pat an der Lomprayah Fähre in Nathon abgesetzt.
Wolle ist auf dem Weg nach Bangkok und wird dort ausnahmsweise Mal seine eigene Gesundheit im Auge behalten. Wie ihr wisst, hat er einen Herzschrittmacher. Und jetzt ist wieder einmal sein turnusmäßiger Check-up an der Reihe. Gute Reise und viel Glück!, alter Kampfgefährte.
Thomas sah heute Vormittag wieder unverschämt gut aus. Wir beschimpfen ihn immer, weil er so blendend aussieht und uns wirklich ‚schlechter aussehenden Besuchern‘ den Platz im Bett wegnimmt. Das hätte ihm sicher gefallen, wenn er es denn verstehen könnte. Immerhin versuchen wir mit solchen Witzen über die ernste Lage hinwegzugehen und pöbeln mit ihm rum wie ihn guten alten Zeiten. Seine Pflegeschwester und er sind längst ein gutes Team geworden. Selbst die riesige Geschwürwunde an seinem Rücken bereitet wider Erwarten weniger Probleme als gedacht. Der Arzt hat uns gerade versichert, das verbliebene Stammhirn von Thomas und seine Organe hätten sich soweit erholt, dass er durchaus noch Monate so weiterleben könnte. Falls keine Komplikationen eintreten.
Wolle hat sich rührend von Thomas verabschiedet (siehe Foto). Er hofft wie wir alle, dass Thomas von sich aus einen Schritt in die richtige Richtung macht… Manchmal atmet er schwer, sieht uns an, als ob er sagen möchte, ‚Freunde, nun ist’s gut, ich verlasse euch bald‘. Dann liegt er doch wieder ruhig und teilnahmslos da und pustet ruhig vor sich hin. Die Sauerstoff-Sättigung liegt laut dem Arzt bei 98 Prozent. Im Grunde atmet Thomas aber ganz alleine, der zugeführte Sauerstoff macht ihm seine Situation leichter und erträglicher.
Ich habe heute die Rechnung von drei Tagen bezahlt: 14.726 Baht. Außerdem der 1.000 Baht-Essenszuschuss für die Pflegerin. Aktueller Kontostand in Samui – 48.944 Baht. Zudem liegen 2.000 Euro parat, die ich bei einem besseren Umtauschkurs umgehend auf dieses Konto einzahlen werde. Das Geld stammt ja von unserem deutschen Spendenkonto und ist von mir nach Thailand angewiesen worden. Morgen gibt’s ein neues Update. Ich möchte sehr früh ins Krankenhaus fahren und mit dem Arzt ein Gespräch führen. So alle acht bis zehn Tage hole ich mir immer ein ausführlicheres Bulletin des Doktors ein. Wenn’s was Wichtiges geben sollte, erfahrt ihr es postwendend. Allen noch einen schönen Tag und bis morgen, euer Sam

Thomas Jochum
 
Update Thomas Jochum, Spendenaktion, Samui den 10.07.2013

Schönen Gruß aus Koh Samui mit unserem täglichen Rapport zu Thomas Jochum. Sein Zustand hat sich seit praktisch 10 Tagen nicht verändert und die Stabilisierung auf niedrigem Niveau hält an. Ich war heute sehr zeitig bei Thomas im Privatzimmer Nummer 16 in Nathon und habe lange mit ihm gesprochen. Thomas lag da, die Augen wieder weit geöffnet, manchmal scheinen seine Pupillen Bewegungen zu folgen, er reagiert jedoch nicht auf Handbewegungen oder Druck seiner Hände. Es ist und bleibt wie es ist.
Gute Nachrichten gibt’s von unserem deutschen Spendenkonto, das Stefan Lehmann in Augsburg für uns eröffnet hat. 260 Euro sind darauf eingegangen – vielen, vielen Dank, dass auch nach so langer Zeit wieder einige Menschen an ihn denken:
EUR 150,-- von Martin Obermüller
EUR 100,-- von Reinhold Roessig
EUR 10,-- von Frank Jaeger.
Das Geld liegt dort auf Abruf. Wann immer wir es benötigen sollten, wird Stefan direkt mit mir den Transfer veranlassen.
Eine bewegende Mail habe ich gestern Abend von Verwandten von Thomas aus dem Schwäbischen erhalten. Die leibliche Tante von Thomas und ihre Kinder Klaus und Ute (also Cousin und Cousine von Thomas) verfolgen schon seit längerem unsere Aktion und haben auch in Abstimmung mit uns noch nicht aktiv eingegriffen. Sie bedanken sich herzlich für die unglaubliche Solidarität. Tenor ihres Schreibens ist, dass sie – sobald wir mit unserer Spendenaktion an Grenzen stoßen – mit einem größeren Betrag einspringen werden.
Es ist zwischen uns so vereinbart, dass ca. 1.500 Euro als Rücklage bereitliegen und entweder direkt für Thomas oder seine Familie in Samui verwendet werden. Der Betrag könnte nach weiterer Absprache aufgestockt werden. Klaus Engelhardt, Cousin von Thomas, ist per Internet mit mir verbunden. Es kann binnen kürzester Zeit weiteres Geld freigemacht werden, wenn wir in Not geraten – oder aber es wird für Ammy und Martin verwendet.
Unsere finanzielle Situation ist noch überschaubar. Ich hatte ja vielfach genau über die Verwendung der Spenden berichtet. Es ist jetzt ein Rest von knapp 200.000 Baht übrig. Da unsere Kosten-Uhr mit den Krankenhausrechnungen sowie dem Lohn für die Pflegerin aber weiter tickt, ist auch diese Summe nicht unendlich.
Morgen Mittag bin ich wieder bei Thomas. Soeben habe ich noch Aey, die Lebensgefährtin von ihm, am Wohnhaus in Lamai getroffen. Sie war auf dem Weg ins Krankenhaus und hat sich sehr über die neue Anteilnahme gefreut. Manchmal sind es kleine Dinge, die große Wirkung zeigen. Wir wissen jede Hilfe zu schätzen! Wirklich. Es dankt im Namen von Thomas und auch in eigener Sache – euer Sam









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