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Hilfe für Thomas Jochum, Teil 3

Hier begann der Leidensweg von Thomas Jochum unter Seite 1
Der Aufenthalt im Nathon Hospital von Thomas Jochum unter Seite 2

Unser Freund wurde nach Hause verlegt.

Thomas Jochum
 
Spendenkonto Koh Samui
KASIKORNBANK, Branch Tesco Lotus Lamai Koh Samui
Wolfgang Anton Pfeiffer
Kto. 800-2-07236-0
Swiftcode KASITHBK
Spendenkonto Deutschland
VR Bank Handels- und Gewerbebank, VR Bank Handels- und Gewerbebank
Stefan Lehmann
Bankleitzahl: 720 621 52
Kto. 3490939
IBAN: DE12 7206 2152 0003 4909 39
BIC: GENODEF1MTG
 
Update Thomas Jochum, Samui den 29.08.2013

Es ist vollbracht. Aey und Wolle haben heute Nachmittag um 17.30 Uhr Thomas auf seiner allerletzten Reise nach Hause begleitet. Er ist nun inmitten seiner Lieben und wird dort gepflegt, wo er die letzten Jahre so glücklich war. Wir sind unheimlich erleichtert. Ein supergrosser Dank vor allem an Wolle und unsere Pflegerin aus Bangkok. Sie hat die medizinischen Schritte koordiniert und auch alle Gerätschaften geprüft. Nun wohnt sie bei Aey und tut dort ihre hervorragende Pflicht. Wie ihr an den Fotos seht, haben alle mit angepackt. Die Fahrer des Krankenwagens waren hilfsbereit und freundlich. Das ganze Team hat heute ganze Arbeit geleistet und ich bin stolz, dass ich gar nicht vermisst worden bin. Ich war den ganzen Tag nervös und habe sicher ein Dutzend Mal mit Aey und Wolle telefoniert. Vermutlich bin ich den handelnden Personen mehr auf den Geist gegangen… Mal schauen, wie Thomas die erste Nacht Zuhause verbringt. Morgen gibt’s auf jeden Fall ein neues Update. Thomas war genau 101 Tage im Krankenhaus in Nathon, davon 12 Tage auf der Intensivstation, zuvor vier Tage in der ICU des Bangkok Samui Hospitals. So viel Zeit ist seit dem 16. Mai 2013 vergangen. Ich wünsche euch aus Bangkok eine gute Nacht. Erschreckt bitte nicht wegen der Bilder. Thomas ist sehr dünn geworden. Im Grunde geht’s ihm aber die letzten Tage besser als viele Wochen zuvor. Und jetzt hat er es doch noch heim geschafft. Liebe Gruesse an alle – euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Samui den 02.09.2013

Ich melde mich aus Phuket zurueck und bin vor wenigen Minuten nach Hause gekommen. Aey und Wolle haben mir berichtet, dass Thomas Zuhause viel schlaeft und ungleich ruhiger wirkt als die Wochen zuvor. Ich werde gleich morgen frueh nach ihm sehen und mich auch ein wenig mit Aey und der Pflegerin unterhalten. Danach steht die Tour ins Krankenhaus an und die Begleichung des letzten grossen 'Deckels'. Inklusive des Transportes von Thomas nach Lamai am 29. August. Dank eurer sensationellen neuen Spenden kann ich beruhigt ins Krankenhaus fahren. Wir bleiben nichts schuldig und haben auch noch Reserven fuer die naechsten Aufgaben. Ich bin gespannt, wie Thomas aussieht. Immerhin war ich ja seit fast fuenf Tagen nicht mehr bei ihm. Wolle hat mir erzaehlt, dass Thomas heute wenigstens einen Besucher aus Lamai hatte. Unser Schweizer Freund Gabor hat nach ihm gesehen und das freut uns. Gabor und Thomas kennen sich auch bald seit 17 Jahren. Mehr dann morgen, ich muss mich nun wieder einrichten und all meine Post durchschauen und dann morgen den Krankenhaus-Marathon machen. Es wird zum letzten Mal sein. Ein gutes Gefuehl nach annaehernd 100 Fahrten dorthin. Wolle gehts genauso. Wir wissen nun, dass unser Freund nur wenige Meter von uns entfernt in seinem Privathaus liegt. So sehr wir uns anfangs vor dieser Perspektive gefuerchtet hatten, so froh sind wir nun. Ich soll euch alle von Aey gruessen. Sie bedankt sich auch im Namen ihrer Kinder sehr, sehr herzlich fuer eure ungemeine Anteilnahme. Ich habe Aey in all den Jahren nie so aufgeschlossen und so offen erlebt wie jetzt. Auch bei ihr hat unsere Hilfsaktion neue Kraefte freigelegt. - Allen noch einen schoenen Rest-Sonntag und bis morgen - Sam

 
Update Thomas Jochum, Samui den 03.09.2013

Tag 110 seit dem Herzinfarkt von Thomas. Es war ein friedlicher Tag für ihn und seine Pflegerinnen. Ich habe heute mit meinem Hotel-Partner Adi bei Thomas vorbeigeschaut. Adi kennt unseren wilden Schwaben seit acht Jahren und war ziemlich erschüttert über seinen Zustand. Vor allem, dass Thomas so stark abgemagert ist, war für ihn belastend. Ich bin da schon ziemlich abgehärtet und freue mich, dass Thomas so friedlich in seinem eigenen Heim liegen kann. Es gab gestern und heute keine nennenswerten Veränderungen. Alles läuft reibungslos, unser Pflegeteam ist top-professionell und selbst die beiden Kinder von Thomas gehen erstaunlich entspannt mit der Situation um. Auch unser Schweizer Freund Fu, selbst durch seine Multiple Sklerose an den Rollstuhl gefesselt, hat Thomas heute besucht. Fu und Thomas hatten über Jahre ein inniges freundschaftliches Verhältnis und Fu hat Wolle und mich mehr als einmal in medikamentösen Fragen beraten. So gibt es hier auf Koh Samui doch einige Leute, die eng am Schicksal unseres Freundes teilhaben. Vier Packungen der flüssigen Nahrung kann Thomas zwischenzeitlich wieder durch seine Nasensonde aufnehmen. Alle drei Tage müssen Aey und die Pflegerin dann beim Stuhlgang ein wenig nachhelfen. Auch das klappt besser als die Wochen zuvor und Thomas scheint sich in seiner Lage eingependelt zu haben. Wir wissen, dass die nächste Krise nicht ausbleiben kann und die Zeit von Thomas auf dieser Erde absehbar ist. Deshalb nutzen wir jeden Tag und freuen uns über seine stabile Situation. Nach so vielen Tagen und Krisen, vielen Stunden des Hoffens und Bangens, der Resignation und dann wieder der Besinnung – da kann uns nicht mehr viel erschüttern. Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn ich Thomas Zuhause liegen sehe, im Garten hängt Aey die Wäsche auf, Martin spielt mit der Pflegerin am Boden des Wohnzimmers Domino, seine beiden Thai-Arbeiter waschen draußen die Motorräder. Diesen Alltag seines Lebens bekommt Thomas auf seine Art noch einmal mit. Das ist ein Geschenk!

 
Update Thomas Jochum, Samui den 06.09.2013

Heute ein wenig früher als sonst unser täglicher Rapport zu Thomas. Ich bin bis vor wenigen Minuten mit Aey an seinem Krankenbett gesessen. Wir haben wieder mit ihm rumgealbert. Weshalb er mir keinen Tipp für die Fußball wetten der WM-Qualifikationsspiele gibt und so dummes Zeug. Thomas hatte ja immer die Hummeln im schwäbischen Allerwertesten und war kaum einem Spiel oder einer Wette abgeneigt. Aey erzählte mir, dass sie ihn vor drei Jahren in flagranti erwischte, als gerade das Fax einer Sportwetten-Agentur aus Pattaya hereinflatterte. Da ging ein Donnerwetter über seinen breiten Scheitel hinweg und Thomas gelobte zähneknirschend Besserung. Die Faxe gingen natürlich weiter und kamen dann über einen Freund… und Aey wusste es und sagte nichts dazu, sie kannte und kennt ihren ‚Pappenheimer‘. Ich erzähle diese Anekdoten gerne, weil Thomas immer noch auf seine Weise bei uns dabei ist. Er wirkt seit seiner Verlegung bis auf die Aktion mit den epileptischen Zuckungen ungemein friedlich, ja fast zufrieden. Das, was von ihm noch vorhanden ist, spürt die Nestwärme Zuhause. Das ist sichtbar und keine Einbildung. Heute schlief er, bei meinem Besuch öffnete er ein wenig die Augen, schien aber doch ein wenig matt und schlaff. Auf eine angenehme Art vor sich hindämmernd. Ein Missverständnis gab’s wegen meines Berichtes zur Verabreichung von Valium vor drei Tagen. Als Laie hatte ich mich verhauen und von 3 Gramm geschrieben – natürlich waren das Milligramm. Ich kenne den Unterschied nicht und bin zu Recht von drei Leuten gewarnt worden, keine weiteren Details unserer Dosierungen zu veroeffentlichen. Danke für den Rat, ihr könnt aber auch versichert sein, dass im Pflegeteam von Thomas keine ‚Totschläger‘ oder Giftmischer sitzen. Wir tun das, was uns in der Situation als richtig erscheint und haben dazu unsere fachkundigen Ratgeber. Sonst gibt’s nichts Neues von Thomas. Er macht einen guten Eindruck, ist seit Tagen fieberfrei, seine Kinder sind täglich mehrmals um ihn herum, unsere Pflegerin und Aey bilden ein mittlerweile freundschaftliches Duo – es hat alles schon mal viel, viel unangenehmer ausgesehen. Das finden ich und Wolle und sind trotz der Realität seit einiger Zeit entspannter. Seit Thomas bei seinen Lieben im eigenen Haus liegt, haben wir das Gefühl, dass die Heimkehr begonnen hat. Euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Samui den 07.09.2013

Guten Abend allerseits, heute habe ich es etwas spät zu Thomas geschafft und ihn friedlich schlafend wie ein Baby vorgefunden. Aey und unsere Pflegerin wiederholten, dass Thomas seit seiner Heimkehr deutlich an Ruhe gewonnen hat und mehr schläft als im Krankenhaus. Es ist in der Tat so, dass er irgendwie die positive Veränderung spürt. Etwas sehr Bewegendes habe ich heute auch gesehen, die beiden Frauen haben mir so etwas Wichtiges einfach unerwähnt gelassen: Über dem Bett von Thomas hängt eine Bildertafel mit den schönsten Foto seiner Familie. Thomas mittendrin. Martin als Baby, der stolze und strahlende Papa mit ihm, die ganze vierköpfige Familie am Pickup, viele schöne Momente eines glücklichen Lebens. Es macht einen sehr betroffen das zu sehen. Und davor liegt ein abgemagerter Mensch, auf Rundum-Pflege und die Liebe seiner Umwelt angewiesen. Es kann so schnell gehen und die Fotos über dem schlafenden Kopf von Thomas habe ich lange angesehen und dabei schwer schlucken müssen. Bei aller Tristesse ist unsere Situation seit der Verlegung von Thomas entspannter geworden. Alle Beteiligten wirken fröhlicher als die Wochen zuvor. Auch die thailändischen Arbeiter von Aey und Thomas blieben bei der Stange und sind jeden Tag vor Ort. Langsam läuft das Geschäft von Aey wieder an. Sie ist tüchtig und wird mit unserer Hilfe schon aus dem Gröbsten rauskommen. Danke für eure Aufmerksamkeit. Ich melde mich morgen wieder. Einstweilen einen Gruß in die alte Heimat und euch allen ein unterhaltsames und schönes Wochenende. Genießt es im Kreise eurer Lieben! Euer Sam

 
Update Thomas Jochum, Samui den 13.09.2013

Obwohl heute ja ein besonderes Datum war, hat es Thomas ebenso ‚kalt‘ gelassen wie uns. Wolle war neben mir der einzige Besucher. Ansonsten ging alles seinen Gang. Thomas hat sich so eingependelt, dass ich eigentlich kaum mehr etwas Nennenswertes schreiben könnte. Alles beim Alten. Neu ist, dass er morgen seinen Geburtstag begeht, von feiern kann keine Rede sein. Dennoch wollen wir – wie angekündigt – im engen Kreis ein bisschen auf unseren ‚Breitscheitel‘ anstoßen. Auch seine Familie wird im Geiste bei uns sein. Wir stehen eigentlich täglich mit seiner Schwester Andrea und seinem Bruder Alexander Jochum in Verbindung. Die beiden können natürlich nicht einfach ihr Leben in Deutschland zurücklassen und haben uns quasi damit beauftragt, für sie hier tätig zu sein. Wolle und ich tun das gerne. Morgen überweise ich die mittlerweile vierte Rate für unsere Pflegerin nach Bangkok. Damit hatten wir nie gerechnet, als sie Mitte Juni zu uns stieß und die professionelle Fürsorge fuer Thomas übernahm. Und nun ist sie uns wie ein Familienmitglied ans Herz gewachsen und absolut unverzichtbar. Die kleine Thai-Frau verrichtet stets klaglos und mit einem freundlichen Lächeln ihre Arbeit. Das heißt neben der normalen Pflege alle zwei Stunden das Absaugen von Thomas Atemwegen. Seit vier Monaten…. Wahnsinn. Also werden wieder fällig: 17.000 Baht für die Pflegerin, 5.000 Baht Zulage wegen ihrer Siebentagewoche, jeweils 1.000 Baht Essenszuschuss pro Woche. Das ist – ich möchte das ausdrücklich betonen – die beste und sinnvollste Investition, die ich in meinem Leben gemacht habe! Aey und die Familie sind wohlauf. Nächste Woche haben sie einige Aufträge, unter anderem wird ja am 20. September in der Grappa Bar mit einem Spanferkel von Aey eine dicke Party gefeiert, aber auch in Chaweng haben die Leute Appetit aufs knusprigste Ferkel auf Samui. Es ist bewundernswert, wie diese kleine Familie ihr Leben meistert und dabei den todkranken Papa im Schlafzimmer zur Pflege hat. Ich werde diese Zeit nie vergessen. Sie hat mir sehr viel gebracht.

 
Update Thomas Jochum, Samui den 21.09.2013

Guten Abend, Wolle und ich sitzen im Cafe 77 und kommen gerade von Thomas, wir sind uns dort über den Weg gelaufen. Unser Freund ist von der Pflegerin gerade gefüttert worden und hat dabei geschlafen. Er sieht dann immer so friedlich aus, dass wir ihn knuddeln wollen (und manchmal tun wir das auch...). Thomas ist so schmal und zerbrechlich und auf der anderen Seite dann wieder so unglaublich zäh. Aey und ihr Team waren gestern fast bis Mitternacht auf den Beinen und haben beide Spanferkel perfekt serviert und viel Erfolg gehabt. Heute war dann Aufräumen angesagt. Man sieht bei jedem dieser Abläufe wie Thomas fehlt. An allen Ecken und Enden und das erklärt dann auch die Verzweiflung seiner Frau, die nie wieder mit ihm rechnen kann. Tolle Nachrichten gibts von unserer Spendenfront. Bei Wolle wurden 2 x 100 Euro in Bar abgegeben, einmal von Peter König aus Stuttgart und einmal von einem österreichsichen Freund von Thomas, der um Anonymität bat. Das respektieren wir und danken dennoch umso herzlicher. Diese Summen bringen uns locker über eine weitere Woche und wir müssen nicht ans Eingemachte ran. Sonst ist Thomas wie immer in besten Pflegehänden und wir haben mit unserer Routine alles unter Kontrolle. Es geht weiter auf unserer langen Reise mit dem sterbenden Freund. Wir sind bei ihm und auch seine Familie. Bis zum Ende, das nun nicht mehr allzu fern scheint. Die langen Schlafphasen von Thomas - das sagen auch unsere ärztlichen Berater - sind ein gutes Zeichen, dass er müde wird. So müde, dass er hoffentlich bald loslassen kann. Es grüssen aus dem windigen, aber trockenen Koh Samui - Wolle und Sam.

 
Update Thomas Jochum, Samui den 29.09.2013

Ich melde mich von meiner Tour gesund und munter zurück. Vor einer Stunde habe ich Thomas und Aey besucht. Alles soweit gut, kein Fieber mehr und Thomas schlief wie ein Baby. Im Hintergrund lief Rockmusik der 70iger Jahre und man fühlte sich fast ein bisschen in gute alte Zeiten zurückversetzt. Wie bereits berichtet möchte Andrea Kirschner, die Schwester von Thomas Ende dieser Woche nach Koh Samui kommen. Wir hoffen dass es klappt, denn die Tage für unseren Freund werden kürzer. Wir sehen das täglich, obwohl sich die Routine immer wieder dazwischen schleicht. Von unserer Spendenfront berichte ich morgen wieder, ich möchte mir morgen einen Überblick verschaffen und werde auch dazu dann ein Update machen. Die Kosten halten sich wie gesagt in überschaubaren Grenzen und wir laufen noch nicht auf Grund. Danke für eure Aufmerksamkeit und bis morgen – die nächsten Tage werde ich auf jeden Fall auf Koh Samui sein und mich morgen mit Aey, Wolle und der Pflegerin abstimmen. Bis dann, euer Sam.

 
Update Thomas Jochum, Samui den 07.10.2013

Ich grüße alle – tut mir leid wegen des gestrigen ‚Aus-Tages‘ – aber ich habe sehr viel um die Ohren und es gab nicht viel Neues zu berichten. Morgen Mittag landet Andrea, die Schwester von Thomas auf Koh Samui und Wolle wird sie am Flughafen abholen. Andrea wird bei mir als mein Gast im Resort unterkommen und kann hier solange bleiben, bis wir bei Thomas die letzte Reise miterleben. So haben wir das ausgemacht. Es kann nicht mehr allzu lange dauern, auch wenn sich unser Freund so tapfer und hartnäckig haelt – er ist sehr schwach und apathisch und dämmert in seiner eigenen Welt. Wann immer ich bei Aey und der Pflegerin vorbeischaue, nach Thomas sehe, dann ist irgendjemand von der Familie bei ihm. Das ist sehr versöhnlich für mich, denn das gibt uns allen das Gefühl, die vergangenen Monate nicht umsonst so viel investiert zu haben. Manchmal hege ich doch meine Zweifel, denn ich verwalte ja nur fremdes Geld – Geld das von guten Menschen in allerbester Absicht gespendet worden ist. Aber wir haben mit großer Sicherheit das Richtige getan, soweit es in einer solchen Situation richtig und falsch gibt oder dies eine Bedeutung hat. Wolle ist nach seiner einwöchigen Bangkok-Tour zurück und bei guter Gesundheit. Wie immer ist der ‚Dicke‘ im Stress. Anders können wir ihn uns gar nicht vorstellen, den knuffigen Kerl! Aber wenn man ihn braucht, so wie morgen zur Abholung von Andrea, dann steht er wie eine Eins – immer, die ganzen viereinhalb Monate war das so. Ich bin morgen bei der Immigration und helfe einem total gestrandeten Deutschen (36) auf seinem Weg zurück nach Deutschland. Durch falsche Freunde und eine falsche Lebenseinstellung sowie viel Alkohol ist dieser schwerstkrank im Nathon Hospital gelandet. Seit fast einem Jahr besitzt er kein gültiges Visum mehr. Warum ich das hier schildere? – Weil unsere gute Seele, Frau Ting von der Krankenhausverwaltung in Nathon mich kontaktiert hat. Sie wollte den armen Kerl nicht bei der Immigration melden und ins Gefängnis und den fast sicheren Tod schicken. Also rief sie mich an, und ich schuldete ihr wegen Thomas noch einen dicken Gefallen. Nun werden Karlfried Metzler vom Deutschen Hilfsverein und ich morgen bei der Immigration in Nathon 20.000 Baht Strafe für den Deutschen bezahlen, dann hat er wieder einen legalen Status, danach wird er so schnell wie möglich ins nächste Flugzeug nach Hause gesetzt. Seine Mutter in Thüringen hat auf meine Intervention die Kostenübernahme zugesichert. So retten wir ein Leben – und Thomas hat unfreiwillig noch einmal Regie geführt. Danke für eure Aufmerksamkeit – so wild geht es in Thailand und auf Koh Samui zu, wenn man seine Lebensziele aus den Augen verliert und den Halt, wenn man keine Krankenversicherung hat, und, und, und. Auch da ist unser Thomas ja leider ein eher trauriges Beispiel gewesen, wenngleich er sich hier durch harte Arbeit eine Existenz schaffen konnte.

 
Update Thomas Jochum, Samui den 15.10.2013

Einen guten Abend aus Koh Samui wünschen wir allen. Bei Thomas ging’s die letzten beiden Tage erstmals seit langem wieder bergab. Er hat fast nur geschlafen und kaum einmal die Augen geöffnet. Auch sein Blutdruck ist relativ niedrig. Mit 60 zu 90 sicher noch im Toleranzbereich, aber deutlich schwächer als die Wochen zuvor. Wir werden das beobachten und so wie bisher weitermachen. Morgen ist es genau fünf Monate her, seit Thomas an diesem verhängnisvollen Donnerstag, den 16. Mai, mit Herzstillstand hinter dem Steuer seines Autos zusammengebrochen ist. Keiner hätte damals auch nur erahnt, welche Rallye uns bevorstehen würde. Und nun sind wir immer noch bei ihm und er tut sich so schwer mit seinem letzten Gang. Heute war wieder die Monatszahlung für die Pflegerin aus Bangkok fällig. Diese hat mein Restguthaben von den Spenden aufgefressen, außerdem musste ich für das Essen der Pflegerin sowie künstliche Nahrung von Thomas weitere 4.000 Baht bezahlen. Das heißt, wir sind mit aktuellen Spenden sowie den Restgeldern auf dem Lehmann-Konto in Augsburg und auf dem Wolle-Konto in Samui bei etwa 48.000 Baht angelangt. Das ist noch gutes Geld und wird uns noch die eine oder andere Woche über die Runden bringen. Danach könnte es allerdings knapp werden… Ich selbst denke wie Andrea, die Schwester von Thomas, dass er nicht mehr allzu lange durchhalten kann und bin wegen der finanziellen Seite weniger panisch. Aber Aey macht sich große Sorgen um die Zukunft und wir müssen ihr immer wieder gut zureden. Sie hat ja auch niemanden zum Reden, nur ganz wenige Leute sind bis zu diesem 15. Oktober 2013 bei der Stange geblieben. Das Leben geht einfach weiter und dafür habe ich sogar Verständnis. Schauen wir mal, ob sich Thomas von dieser neuerlichen Krise auch neuerlich hochrappeln kann. Wir können nur zusehen und ihn pflegen und abwarten. Wir halten euch aber auf jeden Fall auf dem laufenden, sollte etwas Wesentliches passieren. Danke einstweilen fürs Interesse und allen noch eine schöne Woche. Wir haben seit gestern ziemlich tropische Temperaturen auf Koh Samui und heute kletterte das Thermometer mühelos über die 35 Grad-Marke. Es grüßt bis morgen – euer Dauer-Chronist Sam. P.S.: Soeben habe ich von Berghof-Gaesten und Freunden aus Franken noch 80 Euro fuer Thomas erhalten, vielen Dank an Roswitha Niedermann und ihre Bekannte Lisa aus Barthelmesaurach!

 
Update Thomas Jochum, Samui den 16.10.2013

Gute Reise lieber Freund. Thomas Jochum hat uns heute um 18,07 verlassen und ist ins ewige Leben weitergereist. Wir wuenschen ihm ein besseres Dasein als die letzten fuenf Monate hier - er hat so tapfer gekaempft und wir werden das nie vergessen. Thomas wird zur Minute ins Krankenhaus nach Nathon gebracht und dort muss morgen dann der buerokratiscche Teil erledigt werden. Dann gibts von mir auch noch ein ausfuehrliches allerletztes Update und einen wuerdigen Nachruf auf unseren Freund. Ich danke dir fuer die gemeinsamen Tage, Thomas - wir freuen uns, dass du es geschafft hast und sind doch unendlich traurig. Andrea und Aey waren in der Stunde seiner Abreise bei ihm und haben ihm die Hand gehalten. Das war sehr bewegend und ich bin froh, dass ich all die schweren Tage miterleben durfte und Teil dieses einmaligen Hilfsprojektes sein durfte. Euer Sam Gruber

 
Update Thomas Jochum, Samui den 23.10.2013

Thomas ging heim in Frieden und der Himmel weinte mit: Mein letztes Update ist gleichzeitig mit dem endgültigen Abschied von unserem Freund Thomas Jochum verknüpft. Um 12.48 stieg der Rauch aus dem Krematorium im Wat Lamai auf und Thomas machte sich auf und davon – auf in den Himmel und hin zu seinen vorausgegangenen Verwandten und Freunden aus alten Tagen. Die Trauerfeier im Tempel Lamai sollte eigentlich um 13 Uhr beginnen. Die neun Mönche und der Abt schienen es indessen eilig gehabt zu haben und bereits eine Stunde vorher wurde die Glocke für den Beginn der buddhistischen Trauerfeier geschlagen. Das ist in Thailand nicht unüblich. Wenn die Mönche bereit sind, dann geht es auch schnell los. So haben leider einige die Abschiedszeremonie verpasst – aber Thomas wird es ihnen nachsehen… Der Himmel weinte schon vor der Beisetzungsfeier und auch am Ende öffnete er wie auf Befehl noch einmal kurz die Schleusen. Thomas führte letztmalig Regie. Er ging in einer sauberen und frischen Luft und keiner der Trauergäste musste schwitzen oder sich quälen. Ich denke, es war eine kurze, aber sehr würdige Feier und die orange gewandeten Mönche gaben dem Abschied einen authentischen und würdigen Rahmen. Es waren etwa 60 Menschen gekommen – Thais und Europäer, viele alte Weggefährten unseres Freundes, Thomas hätte (und hat!) sich gefreut. Manche haben ihn über beinahe zwei Jahrzehnte gekannt und kamen eigens zur Feier angereist. Auch wenn wir auf Wunsch von Aey alles so kurzfristig angesetzt hatten, die Trauerfeier lief in einem pietätvollen und eindrucksvollen Rahmen ab und alle konnten richtig Abschied von Thomas Jochum nehmen. Später saß der harte Kern der Trauergäste noch bei Wolle im Cafe 77 zusammen und Thomas war noch einmal mit dabei. Im Herzen und in den Gedanken, auf jeden Fall aber als Zuschauer von oben. Es war eine lange und schwere Zeit für manchen von uns, insbesondere für die Familie, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, als wäre dies nun versöhnlich und friedvoll zu Ende gegangen. Wolle, Stefan Lehmann und ich werden morgen die Beisetzungskosten begleichen und auch Aey ihre Auslagen erstatten. Der Rest unseres Spendengeldes kommt dann in Bar direkt an die Familie von Thomas. Sollten noch weitere Spenden eingehen, werden diese wie bisher verwaltet und gutgeschrieben, vermeldet und dann ebenfalls der Familie zugeführt. Das hielten wir in den letzten fünf Monaten so und das lassen wir auch harmonisch so auslaufen. Ich verabschiede mich von euch – der Chronist hat seine Schuldigkeit getan und Feierabend! Meinen aufrichtigsten Dank an alle, die uns so sensationell unterstützt haben!!!! Euer Sam

 








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